„Das Bild kann sich sehen lassen”
10.01.2010 | 16:44 Uhr 2010-01-10T16:44:00+0100
Sturmtief Daisy zog über die Stadt ohne große Schäden anzurichten. Die Wirtschaftsbetriebe sind zufrieden mit ihrer Arbeit.
Eins muss man ihr lassen: Daisy war wirklich ein Schneesturm-Tief der ganz besonders coolen Sorte. Mit einer gefühlten Temperatur von bis zu minus zehn Grad sorgte sie zwar tatsächlich für bittere Kälte. Die Prognosen über ein möglicherweise drohendes Schneechaos ließen sie aber ebenso kalt, Daisy zog über Oberhausen ohne große Schäden anzurichten.
Was von ihr bleibt, sind einige Zentimeter Neuschnee, die bei Rodelfans für Entzücken gesorgt haben dürften, Autofahrer dagegen wohl eher zum Fluchen gebracht haben. Um den Schnee von den Straßen zu schaffen, waren seit Samstag, 3 Uhr, 120 Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe (WBO) im Dreischicht-Betrieb im Einsatz. „Das Bild kann sich sehen lassen”, resümiert Heinz van Gemmeren die Arbeit seiner Männer. Der kaufmännische Leiter der WBO weist aber auch darauf hin, dass es nicht möglich sei, alle Straßen in Oberhausen vom Schnee zu befreien: „Da muss man Prioritäten setzen.”
240 Tonnen Streugut in 36 Stunden
Bis zu fünf Mal seien seit der Nacht zu Sonntag die wichtigen Durchfahrtsstraßen geräumt worden. Für die Räumung von Anliegerstraßen fehle da die Zeit, erklärt van Gemmeren. 120 Tonnen Salz und ebenso viel Granulat sind am Wochenende gestreut worden, die nächsten Lieferungen des vor dem Wochenende knapp gewordenen Streusalzes werden für Mittwoch erwartet.
Keine nennenswerten Vorkommnisse haben auch Polizei und Feuerwehr zu vermelden. Die Verkehrsteilnehmer hätten sich gut auf die schwierigen Bedingungen eingestellt, so die Polizei. Insgesamt sei es jedoch zu 17 Verkehrsunfällen gekommen. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand, es kam lediglich zu Blechschäden.
Besondere, witterungsbedingte Einsätze gab es auch bei der Feuerwehr am Wochenende nicht. Die Oberhausener hätten sich gut auf das schlechte Wetter vorbereitet und seien – soweit möglich – zu Hause geblieben, heißt es von der Wehr.

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