„. . . dann hören wir das Häschen knabbern“

„Ostern ist für mich das wichtigste Fest. Es ist zuallererst ein religiöses Fest, an dem Christen der Auferstehung Jesu gedenken. Es ist ein fröhliches Fest. Hier geht es um Erlösung und Befreiung, auch von unseren eigenen Zwängen – und um Frieden. Kaum ein anderes Fest ist so voller Symbolik, und die Auferstehungsfeier in einer katholischen Kirche ist ein Erlebnis. Ostern fällt ja mit dem heidnischen Frühlingsfest zusammen. Da gibt es dann noch mehr Symbole, wie etwa der Osterhase und das Osterfeuer und natürlich die Eier. Das alles nennt man dann Tradition. Und das ist gut so. Viele Menschen brauchen diese Symbole, weil sie den Glauben begreifbarer machen. Für mich ist auch schon der Gründonnerstag, an dem Jesus selbst das Abendmahl eingesetzt hat, ein wichtiges Datum. Wenn ich Lust habe, koche ich an diesem Tag Spinat mit Spiegeleiern, weil ich das gerne esse. Karfreitag bastel und male ich an meiner Osterdekoration. Ostern gibt es natürlich bunte Eier und auch einen selbstgebackenen Osterzopf und eine Ostertorte.“

„Wir bleiben in diesem Jahr an Ostern auf unserer eigenen Scholle, genießen unseren Wintergarten und verbringen die Tage im Kreise unserer Lieben. Wie jedes Jahr gibt es bei uns leckere Soleier und Karfreitag Fisch. Ein kleines Gedicht darf auch nicht fehlen, obschon die Kinder lange aus dem Alter heraus sind. Hier ein Beispiel:

,Das kleine Häschen Löffelohr, schaut hinter einem Kohlblatt vor.

Die Ohren wackeln, dass ihr’s wisst, weil es grade an einem Kohlblatt frisst. Und wenn wir still sind und nicht plappern, dann hören wir das Häschen knabbern.

Doch biegen wir das Blatt beiseite, dann sucht das Häschen schnell das Weite’.“