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Christof Przybylak – Der Starke neben dem Spielfeld

01.09.2011 | 12:53 Uhr
Christof Przybylak – Der Starke neben dem Spielfeld
Christof Przybylak, der Teamleiter der Inline-Skater-Hockey-Mannschaft Fireballs Sterkrade. Er zählt zu den Nominierten der Aktion „Menschen machen’s möglich“.

Oberhausen.Sie rollen. Sie sind schnell. Sie sind wendig - und in Oberhausen gar nicht so wenige. Die Sportart Inline-Skater-Hockey erfreut sich steigender Beliebtheit und steckt dennoch in den Kinderschuhen.

Christof Przybylak hat das Spiel ebenfalls mitgerissen, das nicht nur bei den Fireballs Sterkrade immer mehr Kinder in verschiedenen Mannschaften fasziniert. Przybylak kümmert sich bei der blitzschnellen Hockeyvariante seit vielen Jahren um den Nachwuchsbereich. Zugleich hat er im Verein mehrere Funktionen - bringt sich nicht nur organisatorisch, sondern auch menschlich ein. Volle Begeisterung, vollständig überraschend, denn Christof Przybylak sagt: „Ich habe selbst noch nie auf den Inlinern gestanden!“

Seine Söhne hat das Inline-Hockey -Fieber gepackt. So kam der Familienvater selbst zum Roll-Sport. „Bei solchen Sportarten ist viel wichtiger, dass die Eltern sich mit einbringen“, sagt Przybylak. „Die Entfernungen zu den Auswärtsspielen sind einfach größer, weil es nicht so viele Vereine gibt.“ Przybylak ist in sein Schaffen Schritt für Schritt hineingewachsen, oder in der Sprache der Inline-Skater zu bleiben: hineingeschliddert.

Ehrenamt in der Freizeit

Das knappst empfindlich an der Freizeit des Beamten, der sonst bei der Wasserschutzpolizei in Duisburg seinen beruflichen Weg geht. Die Arbeit auf den schnellen Rollen ist freilich ein Ehrenamt. Seit zwölf Jahren existieren die Fireballs , sie haben mit guten Ergebnissen überzeugt - sind eine Abteilung der Sportvereinigung Sterkrade-Nord.

Menschen machen’s möglich
Details zur Aktion von WAZ und RWW

„Menschen machen’s möglich“ heißt in diesem Jahr wieder die Aktion der WAZ-Lokalredaktio Oberhausen n und der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW).

Wir stellen Ihnen neun Menschen aus Oberhausen vor, die sich ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen. Danach können Sie, liebe Leser, entscheiden, wer besonders preiswürdig ist. Die Preise, 3000, 2000 und 1000 Euro, fließen in die Projekte, für die sich die Preisträger engagieren. Der Aufruf zur Abstimmung erfolgt, wenn alle neun Porträts gelaufen sind.

Neue Kurse organisieren, Ansprechpartner sein, bei kleineren und größeren Problemen. Als Jugendwart motiviert er die jungen Spieler. „Inline-Skater-Hockey fördert das räumliche Denken, die Koordination und das Miteinander im Team“, sagt Christof Przybylak. Der Start soll für die Kids so einfach wie möglich sein. Ausrüstungen, wie Schoner und Schläger, können für Beginner auch im Verein ausgeliehen werden.

Werbung in den Schulen

Darüber hinaus geht Christof Przybylak an die Schulen. Mit hiesigen Grundschulen sind ambitionierte Projekte gewachsen. Kniffe fürs Fahren werden erklärt. Dazu zählen nicht nur die Feinheiten des Fahrstils, sondern auch die Sicherheit im Straßenverkehr oder eine geeignete Schutzkleidung. „Inliner laufen lernen“ heißt eine weitere Idee, die Kinder in die kleine Kiefernhalle nach Königshardt führen soll. Bewegung fördern, ein Ziel der Trendsportart. „Natürlich sehen wir es auch gerne, wenn sich nach den Schnupperkursen Kinder bei uns anmelden“, sagt Christof Przybylak.

Spezial
Serien über Oberhausen

Hier finden Sie die Serien der Lokalredaktionen in der Übersicht, zum Beispiel alle "Läden mit Pfiff", Porträts der Reihe "Menschen in O." und alle Stadtteil-Rundgänge.

So etwas motiviert. Auch der sportliche Erfolg der jungen Mannschaften beflügelt bei der ausschließlich ehrenamtlichen Arbeit. Schließlich Ligaspiele sind bei diesem Sport durchweg familiär geprägt. Przybylak „Dann sitzen neben den Eltern meist auch Oma und Opa auf der Tribüne.“ Teamarbeit gilt dann nicht nur für das Spielfeld, auf dem die Aktiven auf Torejagd gehen. Schließlich müssen Verkaufsstände aufgebaut und die Sportgeräte nach dem Spiel wieder an ihren Ursprungsort gebracht werden.

Bleibt nur die Frage offen, warum Christof Przybylak nicht selbst auf die Roller steigt. „Nein, nein!“, sagt dieser und lacht. „Jeder weiß, wo seine Stärken liegen. Und meine sind eben neben dem Spielfeld zu finden.“

Dirk Hein

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