CDU wundert sich: Bisher kein Gestaltungswettbewerb für Gefängnis-Gelände

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Mit Erstaunen hat die CDU die Aussagen der Stadtverwaltung über die künftige Nutzung des alten Gefängnisareals in der Innenstadt zur Kenntnis genommen. Planungsdezernentin Sabine Lauxen hatte im städtischen Planungssauschuss gesagt, dass es seitens der Stadt bis zum Abrissantrag keine Planungen für dieses Areal gegeben habe. Stattdessen wurde auf die Zuständigkeit des Landes als Grundstückseigentümerin verwiesen. „Diese Aussagen überraschen uns sehr“, meint Denis Osmann, CDU-Planungsexperte im Rat. „Bereits am 6. März 2013 ließ sich der Oberhausener SPD-Parteichef Michael Groschek mit der Ankündigung eines internationalen Gestaltungswettbewerbs für Bahnhofsquartier, Behördenviertel und die Marktstraße in der Presse zitieren“, erinnert Osmann. „Er favorisierte schon damals den Abriss der Justizvollzugsanstalt. Immerhin das scheint sich jetzt zu realisieren.“ Auf allen anderen Feldern sei es aber bei Ankündigungen geblieben. Dabei habe Groschek damals zugesichert, dass der Wettbewerb noch 2013 starten werde. Laut Osmann sind sogar Details mitgeteilt worden, wie etwa dass die Kosten für den Wettbewerb zu 80 Prozent vom Land übernommen würden. „Es ist immer wieder das Gleiche. Großspurigen Ankündigungen folgt heiße Luft. Zwei Jahre später ist der Wettbewerb nach Angaben der Stadtverwaltung noch nicht einmal angelaufen.“