CDU will keinen Standort fürs Bordell nennen

Als typisch und entlarvend zugleich bezeichnete der Oberhausener CDU-Chef Wilhelm Hausmann die Angriffe des SPD-Vorsitzenden Michael Groschek gegen Oberbürgermeisterkandidat Daniel Schranz (CDU). Groschek hatte der CDU vorgeworfen, zwar die Verlagerung des Bordells aus der City zu wünschen, aber im Wahlkampf den Bürgern den geplanten neuen Standort zu verschweigen.

„So wie Groschek es fordert und die SPD seit Jahrzehnten praktiziert, werden wir es nicht machen“, erklärt Hausmann und weist auf das Vorgehen der Stadtspitze bei den neuen Flüchtlingsstandorten hin. „Auch hier wurden zunächst die Standorte festgelegt, danach die Menschen informiert und anschließend wurde das als Bürgernähe verkauft. Doch das Gegenteil ist der Fall, und die Bürger sind nicht so dumm, dass sie dies nicht merken.“

Wer auf die Karte Oberhausens schaue, entdecke genügend Plätze, die abseits von Wohnbebauung lägen und sich als Standorte anböten. „Die CDU wird gemeinsam mit den Bürgern den besten Ort aussuchen und nicht vorher Vorgaben machen. Alle Fachleute sind sich einig, dass es richtig ist, Bordelle aus Innenstädten heraus zu lagern. Die SPD lehnt diesen vernünftigen Vorschlag nur deswegen ab, weil er von der CDU kommt.“