CDU gewinnt klar in Sterkrader Heide

6181 Wahlberechtigte – und nur 1617 von ihnen fanden gestern tatsächlich den Weg ins Wahllokal oder wählten bereits im Vorfeld per Brief- oder Sofortwahl. Um kurz vor 18.30 Uhr dann stand das Ergebnis fest: Die Nachwahl im Wahlbezirk Sterkrader Heide gewann Helmut Bennewa (CDU) mit 48,46 Prozent (772 Stimmen), der somit in den Stadtrat einziehen wird. Damit setzte sich die CDU erneut – wie schon bei der Kommunalwahl 2014 – gegen die SPD durch.

Auf die SPD-Kandidatin Anja Kösling entfielen gerade mal 31,07 Prozent (495 Stimmen). Die 48 Jahre alte Sparkassen-Angestellte zeigte sich enttäuscht: „Ich bin schon traurig“, sagte sie. Aber: „Es ist jetzt ein Endergebnis da. Und das ist ok. Ich wünsche Herrn Bennewa alles Gute und eine gute Arbeit für den Bezirk.“ Die politische Stimmung in Oberhausen sei derzeit nicht gerade gut, vielleicht habe sie das nun persönlich abbekommen, meint Kösling. Die SPD müsse sich jetzt auf den Weg machen und Weichen für die Zukunft stellen. Die niedrige Wahlbeteiligung fand sie erschreckend.

Der 61-jährige Oxea-Beschäftigte und stellvertretender Sterkrader Bezirksbürgermeister Bennewa, der auf Hans-Bernd Lösken folgt, hingegen freute sich riesig: „Über meinen persönlichen Erfolg hinaus zeigt das Ergebnis aber auch, dass die CDU auf dem richtigen Weg ist, während sich bei der SPD mit ihrem ‘Weiter so’ der Niedergang fortsetzt.“ Bennewa habe den Eindruck gewonnen, „dass die plumpen Versuche der Einflussnahme durch den politischen Gegner bei der Linie 105 eine Rolle spielte.“ Die CDU wolle nun den Schwung für die Oberbürgermeisterwahl im Spätsommer mitnehmen. Bennewa selbst möchte nun die Weiterentwicklung des Alsbachtales und die Sanierung der Schlaglöcher in Angriff nehmen.

Im Stadtrat ändert sich an der Sitzverteilung nichts: Die SPD behält ihre 23 Sitze, die CDU 20.

Dr. Miroslaw Ciesla (BOB) holte mit 9,86 Prozent der Stimmen (157) ein überraschend starkes Ergebnis. Michael Stemmer von den Grünen schaffte 7,28 Prozent (116), Mehmet Ipek (Linke) 2,51 Prozent (40) und Sarah Schröckert von der FDP 0,82 Prozent (13).

Zu der Wiederholungswahl war es gekommen, weil es bei der Kommunalwahl im Mai 2014 zu einer Panne gekommen war. 466 Stimmen mussten damals für ungültig erklärt werden, weil die Stadt in einem Stimmlokal Wahlzettel mit den falschen Kandidaten-Namen verteilt hat.