Bushaltestellen in Oberhausen unter Beschuss
15.09.2009 | 18:30 Uhr 2009-09-15T18:30:00+0200
Oberhausen. Unbekannte waren in Oberhausen auf zerstörerischer Tour: Sie fuhren offenbar mit dem Auto umher und zerstörten Glasscheiben an Bushaltestellen. Solch Vandalismus macht die Stoag (Stadtwerke Oberhausen AG) bisweilen ratlos.
Unbekannte haben in der Nacht zu Dienstag auf 14 Bushaltestellen im nördlichen Stadtgebiet Schüsse abgegeben. Die Polizei vermutet, dass die Täter in einem Auto unterwegs waren und aus dem Beifahrerfenster auf die Scheiben der Wartehäuschen feuerten. „Die Haltestellen liegen alle in Fahrtrichtung”, heißt es bei der Polizei, die Zeugen der zerstörerischen Tour sucht.
In Osterfeld hörte ein Anwohner gegen 3 Uhr einen Schuss und später quietschende Reifen. Neben Osterfeld waren vor allem Haltestellen in Schmachtendorf betroffen. Die Angriffe trafen jeweils die Rückwände aus Glas, die in sich zusammenfielen.
Beruhigend zumindest, dass es offenbar keine scharfe Waffe war, mit der die Täter zu Werk gingen. Trafen sie neben der Glasscheibe die Fahrplan-Befestigung aus Blech, schlug der Schuss nicht durch. „Es handelt sich vermutlich um eine Luftpistole oder ein Luftgewehr”, so der zuständige Ermittler, dem ein solch massiver Fall von Vandalismus an Bushaltestellen bislang nicht untergekommen ist.
Manches Wartehäuschen vorerst ohne neue Scheiben
Die Stoag beziffert den Sachschaden auf 2000 Euro. Das klingt wenig, wird aber der Tatsache geschuldet sein, dass das Verkehrsunternehmen beim Glaser guter Kunde ist. Die jüngste Reihe von Attacken gilt den Verantwortlichen nur als trauriger Höhepunkt steter Aggression. Die entlädt sich an einigen Haltestellen derart regelmäßig, dass die Stoag das Glas dort nicht mehr ersetzt.
Beispiel Bero-Center Süd: „Sehr verehrte Fahrgäste”, verkünden die Verkehrsbetriebe dort per Aushang. „Diese Haltestelle wurde wieder einmal durch Vandalismus stark beschädigt.” Ob der hohen Kosten und weil Scherben die Sicherheit gefährdeten, werde man „vorerst keine neuen Scheiben einsetzen”.
Kapitulation? Nein, sagt Stoag-Sprecherin Sabine Müller, sondern eine Frage der Abwägung. „An der Haltestelle gab es 2008 monatlich Glasschäden. Das sind enorme Beträge, die sich addieren.” Für insgesamt zehn Haltestellen gilt deshalb der Instandsetzungsstopp. „Das ist natürlich kein optimaler Zustand. Wir suchen nach Alternativen.”
Videoüberwachung in Bus und Bahn angedacht
Doch die Suche gestaltet sich schwierig. „Haltestellen sollten transparent sein, damit die Fahrgäste sich sicher fühlen”, so Sabine Müller. „Metallkästen werden nicht angenommen.” Auch Kunststoff sei als Material ungeeignet, weil schwer von Graffiti zu reinigen. Die Wartehäuschen ganz abzubauen, stehe ebensowenig zur Debatte. „Wir wollen Komfort und Schutz bieten.”
Ebenso sehr wie die Schäden an den Haltestellen treibt die Verantwortlichen der Stoag deshalb der Vandalismus in den Fahrzeugen selbst um. Auf 120 000 Euro belief sich der Schaden im vergangenen Jahr. „Zerschlitzte Polster, geklaute Nothammer, Schmierereien, zerkratzte Scheiben – das ganze Programm.”
Wie man dem Herr werden will? „Es gibt Überlegungen zu Videoüberwachung, wir beschäftigen uns noch mit dem Thema Datenschutz.” Das Sicherheitspersonal, das nachts bisweilen mitfährt, habe bereits für eine Verbesserung der Lage gesorgt. Wie viele solcher Mitarbeiter die Stoag beschäftigt, möchte man nicht sagen. Klar ist: „Sie können nicht überall sein.”

19:24
eben videoüberwachung und härte strafen, nicht nur strassefegen usw.
damit es endlich mal aufhört. aber wird ja alles mit samthandschuhe angefasst, und zu letzt geht es zu lasten aller.
aber das bedenken die coolen leute nach nicht.
aber wird noch schlimmer !!!
16:50
100 Punkte Herr Meier – Videoüberwachung – Nein Danke !
Was die Kommentare von Herrn Stromer1953 angeht – so sind diese in der gewohnt wirren Form und tragen nichts zur Klärung eines Sachverhaltes bei.
Allerdings sollte man sich über diese und andere Vorfälle nicht nur kurz aufregen und dann zur Tagesordnung übergehen.
Ich persönlich glaube, eine ergebnisoffene Diskussion über einen zweiten öffentlichen Arbeitsmarkt, könnte gerade auch hier hilfreich sein. Denn wo könnte man besser solche
Arbeitsplätze schaffen als hier ? Auch sollte man berücksichtigen das durch den Einsatz von zusätzlichen Service – Sicherheits- oder sonst wie genannten Personals, Instandhaltungskosten gespart werden können, weniger Schwarzfahrer höhere Einnahmen bringen und zusammen mit staatlichen Zuschüssen aus welcher Kasse auch immer evt. einmal ohne Wettbewerbsverzerrung dazu führen könnte, dass es bewiesen wird das man besser Menschen in Arbeit bezahlen kann, als Arbeitslosigkeit zu finanzieren.
Wir sollten endlich damit aufhören alle möglichen Gründe zu suchen warum was nicht geht.
Nur das von Johannes Rau geprägte – „verliebt ins Gelingen bringt“ uns weiter. Also – alle anpacken für unsere Heimatstadt und unser Land !
16:29
Wie wäre es denn mal mit zivilcourage der mit Bürger...nicht wegsehen...handeln...aber in der heutigen Gesellschaft is doch eh jedem alles was nicht ihn persönlich angeht egal....
16:13
Videoüberwachung bringt vielleicht was wenn jemand direkt an der Haltestelle randaliert. Jedoch bringt es ziemlich wenig wenn aus einem fahrenden Auto auf die Scheiben des Häuschens geschossen wird. Oder es wird rundum überwacht :D
12:50
@Stromer:
Auch wenn der Beitrag 5 unfreundlich ist und vllt sprachlich nicht okay, so enthält er doch eine sehr klare Argumentation, die auch stimmt: Da wo es Videoüberwachung gibt wie in England, bringt es kaum was zur Aufklärung von Straftaten. Aber es führt dazu, dass man von jedem Bürger Bewegungsprofile von der Haustür raus aus erstellen kann. Man lebt dann nicht mehr in einer freien Gesellschaft, sondern in einer, wo man auf Schritt und Tritt überwacht wird.
Wohin sowas führt zeigen Bücher wie 1984 sehr eindrucksvoll. Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, aber den Anfängen wehren. Und ich als Bürger der noch nie in seinem Leben eine Straftat begangen hat, würde mich durch Kameras nicht sicherer fühlen, sondern staatlich bespitzelt. Nein Danke!
08:23
und wer muss unter der zerstörungswut mancher leiden? die, die absolut nichts dafür können. am bero-zentrum süd kann man sich bei windigem und kaltem wetter den tod holen. statt schutz passiert dann das gegenteil. allerdings kann ich die stoag auch verstehen. die kosten tragen ja sowieso die ZAHLENDEN nutzer des öffentlichen nahverkehrs.
ob videoüberwachung etwas bringt, weiß ich nicht. aber es könnte abschreckend wirken.
sollte man die täter aber dennnoch mal erwischen, dann werden sie leider zu milde bestraft.
ich wäre dafür (wie im o.g. fall), ebenfalls ein luftgewehr zu nehmen und auf das auto zu schießen.
08:09
Ich fühle mich durch Kameras beobachtet und nicht mehr frei. Unsere Kinder werden sich bestimmt damit abfinden - sie wachsen damit auf. Und unsere Kindes-Kinder leben sowieso freiwillig in der Matrix...
22:00
Fehler von mir.
Ich meinte Ihnen!!!!!
21:58
@#5..........
Bevor Sie andere Menschen als Schlauberger bezeichnen, empfehle ich Ihne einen Deutschkurs bei der VHS!
21:33
Ihr Schlauberger... was bringt Videoüberwachung? nix! man sieht n Typen evtl vermummt evtl auch nicht .. man sieht ein Gesicht und? Wer ist das ?? wo wohnt der?? Weiß keiner... wird niemand wissen...
London hat das dichteste Kameranetz... von 1000 Straftaten wurde eine! (1) mittels Video aufgeklärt.... Tolle Quote wa??
Also alles Populismus und dummes gesabbel..