Buschhausen bunter machen

Buschhausen ordentlich in Bewegung zu bringen – wie hier im Juni 2013 beim Festumzug zum 100-jährigen Bestehen der Lutherkirche – das hat sich das noch junge Netzwerk des Ortsteils auf die Fahne geschrieben.
Buschhausen ordentlich in Bewegung zu bringen – wie hier im Juni 2013 beim Festumzug zum 100-jährigen Bestehen der Lutherkirche – das hat sich das noch junge Netzwerk des Ortsteils auf die Fahne geschrieben.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ein Netzwerk aus Vereinen, Unternehmen und Einzelpersonen besteht seit einem Jahr. Es will den Stadtteil attraktiver machen und Interessen vertreten.

Oberhausen.. Am Anfang stand ein Satz. Und der hieß: Es muss sich was tun in Buschhausen. Jürgen Spaltmann und einige andere Bürger hatten es nämlich satt, dass sich in dem Ortsteil nicht mehr viel bewegt. „Außer dem Schützenfest war in Buschhausen nichts“, sagt er. Und die Vereine hätten nicht miteinander kooperiert, hätten sich mit Parallelveranstaltungen teilweise selbst kannibalisiert. Das soll sich mit dem Netzwerk Buschhausen, das sich vor knapp einem Jahr gegründet hat, nun ändern.

Das Netzwerk nimmt seinen Namen wörtlich: Es will vernetzen. Es will die Vereine ins Boot holen und dafür sorgen, dass sie sich besser abstimmen, dass sie zusammenarbeiten. Alle großen gemeinnützigen Vereine sind inzwischen Mitglied im Netzwerk, sagt der Vorsitzende Jürgen Spaltmann. Aber neben Buschhausen 1912, TuS Buschhausen, den Schützen des ABSV, Tambourcorps sowie den Sängerinnen und Sängern von MGV Eintracht und Cantabile sind auch einige Einzelpersonen und mittelständische Unternehmen beigetreten.

Bislang 93 Mitglieder

93 Mitglieder zählt das noch junge Netzwerk bisher, in diesem Jahr sollen weitere dazu kommen. 150 bis 200 Mitglieder nennt der Vorsitzende eine Zielvorgabe. Denn: Je mehr Mitglieder das Netzwerk zählt, desto höhere Durchschlagskraft erhofft sich Spaltmann bei den Stadtoberen, wenn es um Buschhausener Interessen geht. So kam zum Beispiel die Anregung von Bürgern, dass auf dem Weg zwischen Bushaltestelle (Bachstr.) und Kaufpark eine Bank aufgestellt werden sollte, auf der sich gerade ältere Bürger eine kurze Verschnaufpause gönnen können.

Ein anderer Vorschlag: Auf der Bachstraße soll den Rasern Einhalt geboten werden. Zwar gelte hier Tempo 30, aber viele hielten sich nicht daran, so Spaltmann. „Hier sind viele Kinder unterwegs“, sagt er mahnend. Er hat das Problem bereits beim Ordnungsamt vorgetragen mit dem Ergebnis: Die Buschhausener sollen eine Art Protokoll erstellen, aus dem ersichtlich wird, wann die meisten Raser über die Bachstraße donnern.

Mit dem Osterfeuer geht’s los

Aber das Netzwerk versteht sich auch als Veranstalter, der den Ortsteil bunter machen und den Bürgern mehr bieten will. Klein, aber fein, ist hier eher das Motto. Denn das Netzwerk hat sich erstmal drei Veranstaltungen vorgenommen. So soll es am 4. April ein Osterfeuer geben, an dem die Kinder auch Kartoffeln rösten sollen. Die Planungen dazu laufen auf Hochtouren.

Nach dem 23. Januar wissen die Netzwerker wohl mehr, dann steht die Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen, Berichten und weiteren Planungen an. Spaltmann zum Beispiel schwebt vor, die Einnahmen aus solchen Veranstaltungen wie Osterfeuer oder Adventsmarkt, den es 2014 zum ersten Mal gab, den Kindergärten und Grundschulen in Buschhausen zukommen zu lassen. Dazu braucht er das Okay der Mitglieder. Auch die „Buschhausener Olympiade“ könnte wieder aufleben. Zwischen 1974 und 1982 gab es diesen sportlich-spaßigen Wettbewerb alle zwei Jahre in den Disziplinen Laufen, Springen und Werfen. Dieses Mal könnte es – mit der Unterstützung der hiesigen Vereine – auch Tischtennis- oder Schieß-Wettbewerbe geben. Und zur Weihnachtszeit soll es wieder einen Adventsmarkt geben, dieses Mal dann mit ein paar Verkaufsständen, die es bei der ersten Auflage noch nicht gab.

Bei der Gründung des Netzwerkes gab es auch viele Vorschläge aus der Bevölkerung. Ein Indiz dafür, dass den Buschhausenern tatsächlich etwas gefehlt zu haben scheint. So wünschen sich einige Bürger ein Stadtteilfest, einen Kinderspieltag oder eine „Nacht der langen Tische“ ähnlich dem Kulturhauptstadt-Event im Jahr 2010. Aber: „Wir können und wollen nicht alles umsetzen“, sagt Spaltmann. Denn das Netzwerk wolle keine Konkurrenz zu den Veranstaltungen anderer Stadtteile oder der Vereine sein.

Jahresbeitrag zwölf Euro

Wer Mitglied im Netzwerk werden möchte, kann sich bei Jürgen Spaltmann unter 0208/652324 melden. „Wir haben die Aufnahmeanträge immer in der Tasche“, sagt er lachend. Der Jahresbeitrag beträgt zwölf Euro. An der Internetseite des Netzwerkes wird derzeit gearbeitet, einen ersten Eindruck gibt es aber bereits unter www.buschhausen.info.

Bei der Jahreshauptversammlung am 23. Januar um 18 Uhr in der Gaststätte Alt-Buschhausen sind Mitglieder und auch interessierte Bürger willkommen.