Burg Vondern erhält ein neues Tor

Der Förderkreis Burg Vondern e.V. investiert mit Hilfe des Landschaftsverbandes Rheinland in eine neue Toranlage vor dem historischen Gemäuer an der Arminstraße. Sie soll in diesem Herbst fertig sein.

Förderkreis und Denkmalschutz waren sich einig: Die neue Toranlage auf der Burg muss einerseits repräsentieren, andererseits aber auch besondere konstruktive Anforderungen erfüllen, sagt Walter Paßgang vom Förderkreis der Burg.

Ein Tor, das die Vorburg sicherte, gab es in früherer Zeit übrigens auch schon – damals allerdings aus Holz. Das neue Tor wird in Übereinstimmung mit dem Denkmalschutz ein Stahlgittertor sein, das der Landschaftsverband Rheinland mit 54 000 Euro fördert.

Der Blick vom Eingang der Vorburg auf das repräsentative Herrenhaus bleibt so gewahrt. Bei der Fundamentierung und der Restaurierung des Torbogens ist die Stadttochter OGM behilflich, sie begleitet den baurechtlichen Einbau der Toranlage.

„Nur mit Unterstützung ist es uns gelungen, das aufwendige Projekt zu realisieren und der Burg als touristisch-kulturelles Denkmal mit überregionaler Ausstrahlung ein neues Highlight ,Burgtor’ hinzuzufügen“, sagt der Vorsitzende Willi Schmitz. Nachdem alle Finanzierungslücken geschlossen sind, geht es für den Vorstand um die Fertigung und Ausführung. Seit Jahren unterhält der Förderkreis Kontakte zur Kunstschlosserei Michael Stratmann in Essen-Kupferdreh. Der Kunstschmied ist in Oberhausen kein Unbekannter; er hat etwa in der St.-Marien-Kirche gearbeitet. Auch war er Wettbewerbssieger für die Gitter der Sakramentskapelle im Mainzer Dom und erhielt 1991 den Staatspreis für das Kunsthandwerk in NRW.

Vor kurzem besuchte der Vorstand des Förderkreises die Kunstschmiede und war begeistert von der Arbeit der Feuerarbeiter zwischen Schmiedeherd und Amboss. Mit dem Umbau an der Vorburg wird nach dem Ritterfest, das am 18. und 19. Juli gefeiert wird, begonnen.