Bürokratische Unbeweglichkeit

Sieben Jahre ist es nun her, dass die Ratsversammlung ein ganzstädtisches Einzelhandelskonzept für gut und richtig befunden hat. Sieben Jahre, in denen der Einzelhandel mit großen Umwälzungen zu kämpfen hatte. Beispiel Holten: Im Herbst 2014 schloss der letzte breit aufgestellte Supermarkt. Darunter leiden alle Geschäfte in Holten, denn viele Bürger müssen für den Lebensmittel-Großeinkauf in die Umgebung fahren – und kaufen dann dort auch andere Waren für ihren Bedarf ein. Holtens Kaufkraft verlässt den Stadtteil.

Die flächendeckende Antwort der Stadtverwaltung ist ein neues Gesamtkonzept bis 2016. Hehres Ziel: der Schutz des Oberhausener Einzelhandels. Bis dahin: starres und bürokratisches Festhalten an den Beschlüssen des Jahres 2008. Das kurzfristige Resultat: Der Einzelhandel in Holten trudelt Richtung Abgrund.

Ein ganzheitliches Vorgehen ist langfristig sicher der richtige Weg. Für Holten ist das jetzt nur keine Hilfe. Hier muss sich das Rathaus flexibler zeigen und schneller auf dieses akute Problem eingehen.