Bürgerring verschärft Protest gegen Windpark

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Der geplante Energiepark Ruhrbogen in Mülheim-Styrum sorgt auch im neuen Jahr in Alstaden für Ärger. Jetzt kündigte Jens Kassen, 1. Vorsitzender des Alstadener Bürgerrings, vehementen Widerstand gegen diese Planungen an.

Auf dem Gelände der Deponie am Kolkerhofweg gegenüber dem Alstadener Ruhrdeich prüfen der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Stadt Mülheim die Möglichkeit eines „Energieparks Ruhrbogen“ mit drei 180 Meter hohen Windrädern und einer Freiflächen-Photovoltaikanlage. Kassen: „Betrachtet man die Planungen, die von einer Anlagenhöhe von 180 Metern ausgehen, sowie die örtlichen Gegebenheiten – die Bodendeponie Kolkerhofweg hat eine maximale Höhe von 70 Metern –, ergibt sich eine Anlage mit erheblicher Höhe.“

So unverzichtbar Windkraftanlagen als erneuerbare Energiequellen seien, so unbestritten seien die damit verbundenen Probleme – Schattenwurf, Blitzlichteffekt der Rotorblätter, Lärmemissionen durch Rotorengeräusche, Infraschall.

Der Oberhausener Süden bildet mit Ruhrauen, -park, -deich, Ruhrtalradweg und Biotop auf der ehemaligen Abraumhalde der Zeche Alstaden ein bevorzugtes Naherholungsgebiet. Die Ruhrauen sind Rückzugsraum für Wander- und Greifvögel, die Styrumer Ruhrauen sogar als Naturschutzgebiet gesichert.

Kassen: „Im Zuge der Europäischen Wasserrechtsrahmenrichtlinie soll die Ruhr am Styrumer/Alstadener Ruhrbogen weitgehend renaturiert werden. Inwieweit eine derart hohe Windkraftanlage die Ansicht verschandelt, mag individuell unterschiedlich empfunden werden.“ Er betont: „Die Alstadener und der Bürgerring werden ein solches Vorhaben aufgrund der damit verbundenen Nachteile für die Alstadener Bürger nicht kritiklos hinnehmen.“