Bürgerinitiative Gustavstraße bietet Hilfe an

Die Stadt errichtet demnächst an der Duisburger- und der Ruhrorter Straße Flüchtlingsheime. Dazu schreibt die „Bürgerinitiative zum Erhalt der Arbeitersiedlung Gustav-straße e.V“: „Wir begrüßen es, den Flüchtlingen Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten, unterdrückte Minderheiten und Menschen aus Armutsgebieten suchen Schutz. (...) Integration beginnt mit der Unterbringung. Viele Flüchtlinge wohnen jahrelang in beengten Sammelunterkünften. Sie leben ständig mit anderen Menschen in einem Zimmer, dürfen nicht arbeiten oder finden keine Arbeit, warten monatelang auf die Antwort zum Asylantrag und fürchten die Abschiebung ins Ungewisse. Auch Kleinkinder und Schwerkranke leben in Sammelunterkünften. Die Unterbringung am Stadtrand, in Gewerbegebieten oder in sozialen Brennpunkten verstärken Isolierung und Stigmatisierung. Wenn derzeit viele Kommunen weitere Sammelunterkünfte einrichten, so sollte dies lediglich als eine zeitlich beschränkte Übergangslösung betrachtet werden.

Auch in Oberhausen gibt es derzeit Probleme, neu ankommende Asylsuchende adäquat unterzubringen. Damit die Unterbringung aber den Menschen besser gerecht wird sowie auch Kosten eingespart werden können, schließen wir uns den Forderungen des Flüchtlingsrates NRW an, dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Privatwohnungen umzusetzen. Auch in der Arbeitersiedlung Gustavstraße, also einer städtischen Liegenschaft, stehen zur Zeit fünf Wohnungen leer, die bewohnt werden könnten. Wir würden es begrüßen, würde die Stadt als Eigentümerin der Häuser diese mit Flüchtlingen belegen. Sammelunterkünfte können nur als Übergangslösung betrachtet werden. Menschen lässt man nicht in Lagern leben. Wir fordern die Orientierung auf dezentrale Unterbringung als wesentlichen Beitrag zu einer Willkommenskultur. Wir wollen unseren Beitrag für eine angemessene Unterstützung leisten. Deshalb schlagen wir einen „Runden Tisch“ vor und stehen nach unseren Möglichkeiten sowie den jeweiligen Erfordernissen für Hilfsangebote bereit.“

Monika Okon und Sevim Kun