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Sparda-Bank wächst durch Bankenkrise

Ein Geschäftsvolumen von über 365 Mio Euro kann die Sparda-Bank in Oberhausen vorweisen. Für ein ordentliches Plus sorgt dabei die Entwicklung von Kundeneinlagen, die im vergangenen halben Jahr um sechs Mio auf 231 Mio Euro stieg. Mit 117 Mio Euro Volumen etwas rückläufig, aber immer noch gut sei das Geschäft mit Baukrediten, obgleich die Oberhausener sich stark für Immobilien interessieren und der Zinssatz sich gerade auf ein Rekordtief befindet.

Keine neuen Filialen

Die Zeichen stehen für die Oberhausener Sparda-Banken auf Wachstum. Auch den Standort am Kaufhof hält Wolfgang Röer weiterhin für attraktiv: „Wir sind seit 1985 in Oberhausen und mitten im Bankenviertel. Wir haben eine große Fensterfläche. Wer in die City fährt, kommt hier vorbei und sieht uns.“ Dass manche Geschäftsleute die Innenstadt verlassen , beeinflusst das Geschäft der Genossenschaftsbank kaum. Röer: „Wir sind nicht von der Laufkundschaft abhängig und betreuen hauptsächlich Privatkunden, die im Umfeld wohnen.“

Auf Wachstum stehen die Zeichen allerdings nicht in Sachen Filialerweiterung, gibt Thorsten Geitz zu verstehen: In absehbarer Zeit bleibt es bei den Vertretungen in nur zwei Stadtteilen, Sterkrade hat man mit einem Selbstbedienungscenter am Technischen Rathaus abgedeckt, „unsere Kunden nehmen den Weg in Kauf“, meint Geitz, und einige Bedürfnisse decke der Online-Bereich der Bank ab.

Engpässe bei Auszubildenden

Kleine Engpässe könnte es ebenso in Sachen Nachwuchs geben. Jedes Jahr will die Bank 35 junge Menschen ausbilden. Doch aktuell sind es nur 27. „Wir schaffen es nicht, weil leider die Qualität der Bewerber fehlt“, stellt Geitz fest. Es liege nicht nur am kleinen Einmaleins und an der Rechtschreibung: „Das Berufsbild des Bankers hat sich verändert. Heute sind zunehmend kommunikative Kompetenzen gefragt, offenes Auftreten und Freude an Gesprächen.“

Und welche Perspektive hat der Azubi? „Berater werden immer benötigt, trotz wachsender Online-Geschäfte“, glaubt der Filialleiter. 2011 wurden bis auf einen alle übernommen. Geitz selbst hat 1995 angefangen, der überwiegende Teil seines Jahrgangs ist bei der Sparda geblieben.

Dennis Vollmer

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