Briefe kommen nur mit wenig Verspätung

Nur geringe Einschränkungen im Briefverkehr müssen derzeit die Kunden der Deutschen Post im Bereich Oberhausen hinnehmen.

Trotz des bundesweit laufenden Ausstandes der Post-Mitarbeiter in den Bereichen Zustellung und Sortierung schaffe es das Unternehmen laut eigenen Angaben, im hiesigen Postleitzahlengebiet rund 77 Prozent des Briefaufkommens normal zu bearbeiten und bereits am nächsten Tag auszuliefern. „Der Rest der Sendungen wird in der Regel mit einem Tag Verzögerung zeitnah zugestellt“, so Post-Sprecherin Britta Töllner. Auch bei der Stadt komme es bisher nicht zu Problemen durch die Streikaktionen, wie OGM-Pressesprecher Alexander Höfer erklärte. Das Gebäudemanagement wickelt den städtischen Postverkehr ab. „Die städtischen Briefsendungen kommen im Moment nur mit leichter Verzögerung bei der Poststelle an“, so Höfer. Bei eigenen Sendungen, vor allem bei Terminsachen, hätte man bisher keine Einschränkungen oder verstärkte Beschwerden festgestellt.

Beim Postdienstleister Postcon, der den Versand von Geschäftspost anbietet, verzeichnet man derweil ein „leichtes Plus an Anfragen und Aufträgen aus der Region“, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage mitteilte.

Die Gewerkschaft Verdi erklärte unterdessen, dass der Arbeitskampf im Bereich Oberhausen bisher noch nicht das volle Ausmaß erreicht hätte, jedoch jederzeit mit weiteren Maßnahmen gerechnet werden müsse. „Sollte die Post keine Zugeständnisse machen, werden wir die Streikmaßnahmen intensivieren“, so der Verdi-Landesfachbereichsleiter Post, Uwe Speckenwirth.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein Streit um die Gründung von 49 Regionalgesellschaften durch die Deutsche Post, die nicht mehr dem Haustarif unterliegen. Die Gewerkschaft Verdi fordert, dass die Gesellschaften wieder Teil des Tarifvertrages werden sollen, die Deutsche Post lehnt das bisher jedoch ab.