Breites bürgerschaftliches Bündnis gegen Rechtsextreme

Gegen die von der rechtspopulistischen Partei Pro NRW angekündigte Demo am 1. Mai 2015 in Osterfeld formiert sich bürgerschaftlicher Widerstand. „Rechtsextreme sind hier nicht willkommen“, sagt Kulturdezernent Apostolos Tsalastras als städtischer Vertreter im Oberhausener Bündnis für Demokratie und Toleranz. „Ausgerechnet am Tag der Arbeit, bei dem es auch um internationale Solidarität geht, mit ausländerfeindlichen Parolen aufzutreten, ist ein Skandal.“ Deshalb begrüße die Stadt den Aufruf zur Gegenveranstaltung am 1. Mai in Osterfeld.

Kritisch sieht Tsalastras auch die Veranstaltung der Grauen Wölfe in der Arena am 26. April. Hier gelte die Ratsposition von 2013, die Arena-Betreiber sollten ihre Halle nicht für Extremisten bereit stellen.

Unterdessen versuchen SPD, das Bürgerbündnis, der Runde Tisch Bündnis gegen Rechts der rechten Pro NRW keinen Raum auf dem Marktplatz zu bieten: Sie haben zur selben Zeit, in der die Pro-NRW-Demo stattfinden soll, Sondernutzungen für Infostände beantragt. Die Polizei prüft, ob die Demo von Pro NRW überhaupt möglich ist. „Wir prüfen alle Anmeldungen darauf, ob es dort genügend Platz für eine größere Menschenmenge gibt“, sagte ein Sprecher.