Bettensteuer soll Schule machen
19.07.2010 | 19:17 Uhr 2010-07-19T19:17:00+0200
Oberhausen.Findet der neue NRW-Finanzminister. In Oberhausen wird die Einführung damit umso wahrscheinlicher. Dehoga erwägt Klage.
Dass die geplante Bettensteuer für Oberhausen kommt, wird immer wahrscheinlicher. Man müsse noch abwarten, ob das NRW-Finanzministerium ein ähnliches Konstrukt der Stadt Köln billige, hieß es zuletzt. Dass das Finanzministerium zustimmt, dürfte inzwischen ziemlich wahrscheinlich sein, sitzt dort mit Norbert Walter-Borjans (SPD) doch nun genau derjenige, der als Kölner Stadtkämmerer einst mitbaute am Modell der Domstadt. Am Wochenende hat er sich in einem Zeitungsinterview überdies für eine landesweite Bettensteuer ausgesprochen.
Gespräche mit Hoteliers
Bei der Oberhausener SPD, die die so genannte „Kulturförderabgabe“ vor Ort gern eingeführt sähe, registriert man diese Fügung mit Zufriedenheit. „Wenn es in Düsseldorf keine Bedenken gibt, wird die Verwaltung eine Satzung erarbeiten“, so SPD-Fraktionschef Wolfgang Große Brömer. Zuvor wolle man sich allerdings mit den örtlichen Vertretern des Hotel- und Gaststättenverbands zusammensetzen. „Wir haben immer betont, dass wir zu Gesprächen bereit sind.“
Das ist man bei der Dehoga ebenfalls, auf den Dialog allein mögen die Hoteliers allerdings nicht vertrauen. „Wenn er das unterschreibt“, sagt die Oberhausener Dehoga-Vorsitzende Uschi Wischermann über Norbert Walter-Borjans und die Kölner Steuersatzung, „werden wir Verfassungsklage einreichen. Diese Fünf Prozent-Abgabe wird keiner schlucken, das ist ein No-go.“ Erneut verweist Wischermann auf die Politik in Essen, die von dem Vorhaben Abstand genommen hatte.
Wolfgang Große Brömer dagegen ist sicher, dass die Bettensteuer Schule machen wird. Auch im Fall des Gewerbesteuerhebesatzes sei stets mit den Nachbarstädten argumentiert worden, letztlich hätten sie nachgezogen. „Ich gehe davon aus, dass in Essen irgendwann ähnliche Überlegungen stattfinden werden.“ Und: „Auch der Dehoga muss einsehen, dass fünf Prozent kein Weltuntergang sind.“
An der Seite der Hoteliers ist dagegen weiterhin die FDP, die zudem kritisiert, die „Kulturförderabgabe“ komme nicht der Kultur zu Gute, sondern verschwände einfach im Stadtsäckel und halte ohne jeglichen Nutzen Reisende fern. „Der Kultur kommt zu Gute, wenn Leute kommen und sie sich ansehen“, so Fraktionsgeschäftsführerin Regina Boos. Das „Mäntelchen“ der Kulturförderung halte sie für äußerst zweifelhaft.
Oberhausen – so eine Berechnung der Verwaltung – könnte die geplante Bettensteuer jährlich 620 000 Euro einbringen. „Die Frage, wo das Geld letztendlich hingeht, wird man im Detail klären müssen“, so Wolfgang Große Brömer. „Es wird nicht einfach im Stadtsäckel verschwinden, sondern es werden sicherlich auch Ausgaben für Kultur damit verbunden sein.“

19:20
@8 abcsagt:
die 1. Rechnung ist richtig, aber dann muß es heißen:
Übernachtungspreis 252€ mit 7% = 271,€
davon noch einmal 5% ergibt 284,55 €
16:48
@ ObRealist
Sie könnten vom Prinzip beinahe Recht haben - leider werden solche lächerlichen zusätzlichen Einnahmen, wie Bettensteuer, Sexsteuer, Vergnügungssteuer aus 240 zusätzlichen Geldspielautomaten usw., von Wehling und Größe Brömer nur dazu genutzt, den Menschen in Oberhausen Sand in die Augen zu streuen und um die Aufsichtsbehörden hinters Licht zu führen.
Was hier zusätzlich eingenommen oder eingespart wird, sahnen die Häuptlinge bei der OGM und anderen städtischen Beteiligungen wieder ab und am Ende stehen doch wieder mehr Schulden !
Deshalb wird es Zeit, diesen Typen deutlich zu machen, dass ihre Zeit abgelaufen ist !
16:19
Übernachtungspreis € 252 mit 19% = 300 Euro
Übernachtungspreis € 252 mit 12% = 282,24 Euro
davon noch einmal 5 Prozent ergibt 296,35 Euro
13:49
Beim soo Leeren Kasse müssen die geld
wieder rein holen da schaft die stadt oberhausen
nicht bis dahin bis die schuldenfrei sind
das kann lange dauern
09:40
wäre schön, wenn vielleicht im artikel auch ne erklärung stünde, worum es sich denn bei der besagten handelt, und nicht der erste satz des artikels die überschrift miteinbezieht!
so ist erst mal wieder googeln angesagt!
gaaaanz schlechter journalismus...
hier besteht handlungsbedarf!
09:31
620.000 Euro jährlich haben oder nicht haben... Wenn einer eine Idee hat, wie die Stadt mit einem Schlag alle Schulden los wird, dann bekommt der glaube ich den Nobelpreis
07:47
Schwachsinn; das rettet die Stadt auch nicht aus der Pleite.
20:21
Das ist doch das beste was den Hotels passieren kann, wenn diese Bettensteuer für die Gemeinden kommt, kann die FDP,CSU und CDU nicht mehr den Mehrwertssteuersatz anheben. Dann zahlen sie auf Dauer 12% an Stelle von 19%!! Wieso jaulen diese geldgeilen Hoteliers denn, das wäre doch der Absolute Traum auf dauer nur noch 12% zahlen zu müssen. Wenn dieses Vorhaben gestoppt wird dann wird höchst wahrscheinlich im Herbst wieder auf 19% angehoben!!
20:10
In Ergänzung obiger Automatikzensur: es soll
M ö v e n p i c k e r
heißen
20:05
Erstaunlich wie sehr sich die Dehoga dagegen wehrt, ihnen bleiben doch immer noch 7 % von den 12 %, die Ihnen die korruppten Moevenpicker gegen Spesen verschafft haben