Besser Privatwohnungen als Sammelunterkünfte?

Auch über alternative Möglichkeiten der Unterbringung von Asylbewerbern in Privatwohnungen statt in Heimen diskutierten die Bürger mit den OB-Kandidaten. Sie warfen dem Rathaus vor, sich bei der Suche nach Wohnungen für Flüchtlinge nicht genug anzustrengen. „Wir werten alle Wohnungsangebote aus, alle werden geprüft“, erklärte Apostolos Tsalastras (SPD). Aber so einfach sei die Unterbringung hier nicht. Teure Wohnungen kämen ebenso wenig in Betracht wie unbewohnbare. Und nicht jeder Flüchtling sei sofort in der Lage, alleine zu wohnen.

CDU-Kandidat Daniel Schranz hielt ihm vor: „Auch im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP steht die dezentrale Un­terbringung. Die Verwaltung hat dies aber nicht umgesetzt.“ Vermieter hätten den Eindruck, dies sei nicht gewollt. Bei 4000 leer stehenden Wohnungen in Oberhausen, so glaubt die Bürgerinitiative, benötige man keine neuen Container.

Teilnehmer wollten sich auch nicht mit der Aussage der Stadt abfinden, leer stehende Schulen seien als Wohnheime ungeeignet. „So ein Klassenraum reicht für drei Familien. Zwei Trennwände sind billiger als ein Container“, argumentierte jemand. „Sie haben aber nur eine Klassentür“, erwiderte Tsalastras. Schranz erklärte: „Am besten sind Wohnungen, weil man da gar nicht umbauen muss.“