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Berufsorientierung "Komm auf Tour" für 550 Schüler in Oberhausen

13.05.2011 | 00:00 Uhr
Berufsorientierung "Komm auf Tour" für 550 Schüler in Oberhausen
Landesweit in 34 Städten zu Gast: Der spielerische Erlebnisparcours „Komm auf Tour“. Auch Oberhausen erhielt den Zuschlag für das Projekt – bereits zum zweiten Mal. Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   550 Schülerinnen und Schüler erlebten in dieser Woche eine Berufsorientierung der etwas anderen Art: Beim Erlebnisparcours „Komm auf Tour - Meine Stärken, meine Zukunft“ reisten sie unter anderem in die Zukunft.

Marielle (12) und Nicole (13) stehen auf der Bühne und spielen zwei junge Erwachsene, die keine Lust haben zu arbeiten. Dann kommt ihr Vater vorbei, gespielt von ihrer Freundin Lisa (13). Lisa schreit: „Sucht euch einen Job!“ Am nächsten Tag surfen sie gemeinsam im Internet nach Lehrstellen.

Die Mädchen von der Heinrich-Böll-Gesamtschule gehören zu 550 Schülerinnen und Schülern, die in dieser Woche den Parcours „Komm auf Tour – Meine Stärken, meine Zukunft“ in der „TABGHA“-Jugendkirche in Buschhausen erlebten. Ihre jetzige Station ist eine kleine Bühne, auf der sie kleine Alltagsszenen improvisieren sollen. Später werden sie zum Beispiel in einem Raumschiff in die Zukunft gebeamt. „Wollt ihr 2020 heiraten?“, fragt ein Sozialarbeiter. „Nein“, entgegnet ein Mädchen, „das ist auch keine Garantie für Treue.“ Eine andere Schülerin sagt: „Ja klar, ich bin doch schon versprochen worden!“

„Ich möchte Kindergärtnerin werden“

Neben Liebe und Sexualität geht es im Parcours der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, des NRW-Schulministeriums und der Agentur für Arbeit auch um eine erste Berufsorientierung. Mädchen müssen in einer nachgebauten Wohnung das Siphon unter der Spüle reparieren, die „Jungs“ Betten beziehen.

Nach jeder Station gibt’s Sticker, die Stärken symbolisieren. Marielle hat viele „Hilfsbereitschaft“-Sticker gesammelt. Das passt: „Ich möchte Kindergärtnerin werden“.

Erlebnisparcours für Schüler

Stärke erkannt, Arbeitslosigkeit gebannt? Ganz so banal ist es wohl nicht. Der Ansatz „Prävention statt Reparatur“ sei aber richtig, lobt Oberbürgermeister Klaus Wehling das Projekt.

Tobias Fülbeck

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