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Bei Wind und Wetter zwei Haltestellen laufen

23.01.2015 | 00:11 Uhr

WAZ-Leser Mathias Dierks schreibt uns folgende Stellungnahme:

„Die von den 105-Gegnern vorgetragenen Punkte wurden bislang weder fachlich noch sachlich sauber vorgetragen. Da werden mit Unterstellungen und Verdrehungen Ängste in der Bevölkerung geschürt. Ein Anwohner behauptet, das letzte bisschen Grün der Essener Straße würde wegfallen, präsentiert Fotomontagen der 105 auf eingepflasterten Schienen, obwohl die 105 auf der Essener Straße nach den Planungsunterlagen auf gummigedämpften Rasengleisen fahren soll, sowie Grünstreifen, Radspuren, neue Bäume, neue Beleuchtung und eine Lärmschutzwand dort vorgesehen sind und der jetzige Schandfleck Essener Straße dabei aufgewertet wird.

Da behauptet Herr Mellis (BOB), es gäbe mit der bestehenden Buslinie 185 bereits einen Lückenschluss zwischen Centro und Frintrop. Er konnte jedoch meine Frage nicht beantworten, wie er stattdessen die Stauprobleme der Buslinie 185 an der Kreuzung Umsicht im Berufsverkehr und samstags in den Griff kriegen möchte. Als Anwohner nutze ich den jetzigen 185er kaum, weil er zu selten fährt und die Anschlüsse meistens nicht funktionieren (trotz drei Minuten planmäßiger Umsteigezeit), da muss ich oft bei Wind und Wetter zwei Haltestellen laufen. Eine Taktverdichtung des 185er würde mit zwei zusätzlichen Buskursen genauso etwa 300 000 Euro betragen wie der jährliche Eigenanteil am 105-Bahnprojekt. Umsteigen muss man dann weiterhin.

Da bezeichnet der Fraktionssprecher der Linken Yusuf Karacelik das 105-Projekt als „Kirchturmspolitik“ und übersieht, dass gerade die 105 die verschiedenen Kirchtürme der Region verbindet. Zudem unterstellt er, dass alle Kaufkraft aus den Vierteln ins Centro fließen würde: Warum sich der Sterkrader Einzelhandel dann für die 105 einsetzt, wo doch der Branchenmix in Sterkrade eine andere Zielgruppe erreicht als das Centro, konnte er nicht beantworten.

Außerdem werden von den 105-Gegnern die prognostizierten zusätzlichen Fahrten von über 8000 werktäglich im Gesamtnetz in Frage gestellt, ohne zu berücksichtigen, dass bereits heute täglich 13 000 Pendler zwischen Essen und Oberhausen unterwegs sind und sich auf eine städteübergreifende Straßenbahn-Direktverbindung freuen würden.“

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Bei Wind und Wetter zwei Haltestellen laufen
Bei Wind und Wetter zwei Haltestellen laufen
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2015-01-23 00:11
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