Begrenzte Spieldauer fürs Phantom

Schon vor der Premiere von „Mamma Mia“ im Metronom-Theater steht fest, dass ein weiteres Highlight im Anmarsch ist: Im November geht der Weltklassiker „Das Phantom der Oper“ an den Start, ein Musical, das wie kein anderes das Genre prägte. „Das ist unser Geschenk an die Fans zum zehnjährigen Jubiläum“, sagt Michael Rohde, Sprecher von Stage Entertainment, das das Theater am Centro 2005 erworben hat.

Erfolgreichstes Album aller Zeiten

„Das Phantom der Oper“ wurde vor 25 Jahren erstmals in Deutschland aufgeführt und begeisterte weltweit schon 130 Millionen Zuschauer. Das Musical basiert auf der gleichnamigen literarischen Vorlage von Gaston Leroux und wird seit seiner Uraufführung 1986 ununterbrochen vor ausverkauftem Haus am Londoner Westend und seit 1988 am New Yorker Broadway gespielt. Die musikalische Einspielung der britischen Premierenbesetzung mit Sarah Brightman und Michael Crawford ist das erfolgreichste Musical-Album aller Zeiten.

„Das Phantom der Oper“ entführt die Zuschauer ins Jahr 1881. In den Katakomben der Pariser Oper fristet das geheimnisvolle Phantom ein unheimliches und einsames Dasein. Von den Menschen gefürchtet, verbirgt die mächtige und mystische Gestalt ihr entstelltes Gesicht hinter einer Maske. Das Phantom verliebt sich in die Ballett-Tänzerin Christine und verhilft ihr dazu, zum gefeierten Star der Oper zu werden. Christine, deren Herz eigentlich Raoul, dem Vicomte de Chagny, gehört, erliegt dem dunklen Charme des Phantoms und folgt ihm in sein unterirdisches Reich. Dort entbrennt ein Kampf der beiden Männer um Christines Liebe. Seine überwältigenden Bühnenbilder, die prachtvolle Ausstattung und die opulent orchestrierten Hits von Andrew Lloyd Webber haben „Das Phantom der Oper“ zum erfolgreichsten Musical der Welt gemacht.

Dass der Vorverkauf für eine Schau bereits beginnt, bevor das Vorläufer-Musical an den Start gegangen ist, habe nichts mit dem zu erwartenden Erfolg zu tun. „Das Musical Mamma Mia, das am 5. März Premiere feiert, ist äußerst beliebt“, sagt Michael Rohde. „Wir haben von vornherein festgelegt, dass es nur ein halbes Jahr laufen soll.“ Ebenso steht die zehnmonatige Spielzeit fürs Phantom fest. „Man verhandelt mit dem Lizenzgeber für einen bestimmten Zeitraum“, sagt Rohde. Er schließt übrigens nicht aus, dass es Stage Entertainment gelingen wird, auch das neue Musical „Das Wunder von Bern“ einmal nach Oberhausen zu holen. Es läuft derzeit höchst erfolgreich in Hamburg.