Baum des Jahres steht gern am Rand

Man findet ihn überall im Oberhausener Stadtgebiet und doch bleibt er quasi eine Randerscheinung. Der Feld-Ahorn ist ein robuster Baum, der allerdings nicht so hoch wächst wie viele andere Arten und deshalb vor allem an Waldrändern und Straßen zu finden ist. Deshalb dürfe man den Feld-Ahorn aber nicht unterschätzen, finden Experten – und ernannten ihn zum Baum des Jahres.

„Der Feld-Ahorn wird deshalb aktiv in der Stadt gepflanzt“, sagt Stadtförster Jürgen Halm. Denn der Baum sei besonders pflegeleicht, müsse beispielsweise seltener beschnitten werden. Allerdings ist der Feld-Ahorn nicht besonders wuchskräftig. Er wird im Gegensatz zu seinen Artverwandten, dem Berg- und Spitz-Ahorn, nur etwa 15 Meter hoch.

Deshalb werde dieser Baum oft verkannt, urteilten Fachleute wie die Mitarbeiter der Dr.-Silvius-Wodarz-Stiftung, die seit 1989 jährlich die Bedeutung eines Baumes für das Ökosystem herausstellen will und dieses Gewächs dann zum Baum eines Jahres kürt. Der Feld-Ahorn „ist salz-, immissions- und ozontolerant, er erträgt Bodenverdichtung, Hitze und intensive Sonnenstrahlung und ist besonders trockenheitstolerant“, heißt es von den Experten. Der perfekte Stadt- und Straßenbaum also.

Stadtförster Jürgen Halm fügt hinzu: „Weil der Feld-Ahorn nicht besonders hoch wird, beschattet er eine kleinere Fläche und schürt somit auch weniger die subjektive Angst mancher Passanten oder Anwohner.“