Batteriefeuerwerk liegt im Trend

Die große Packung Chinaböller hat der Filius schon in den Einkaufswagen geladen. „Papa, das sind die besten Knaller“, ruft er laut. Der Vater interessiert sich aber vielmehr für die großen Feuerwerksbatterien. „Schau mal, die hat über 100 Schuss“, versucht er seinen Sohn zu überzeugen. Dieser will von „seinen Böllern“ aber nicht ablassen. Eine typische Szenerie, die sich bis zum Ladenschluss an Silvester noch in vielen Geschäften abspielen wird.

Seit gestern dürfen bis zum 31. Dezember offiziell Feuerwerkskörper verkauft werden. Die Supermärkte, Discounter und Baumärkte machen mit Werbeprospekten auf ihre Silvester-Angebote aufmerksam. Und die Auswahl ist gigantisch.

Dauerrenner Familienfeuerwerk

Besonders beliebt seien neben den altbewährten Raketen und Böllern die großen Feuerwerksbatterien. Sie haben Namen wie „Vanilla Sky“ oder „Dancing Devil“ und jagen zwischen einigen Dutzend bis weit mehr als 100 Schuss in den Himmel. Einmal anzünden und dann zusehen, das scheint den Knaller-Freunden ab 50 Jahren gut zu gefallen. Sie greifen bei den Feuerwerksbatterien am häufigsten zu, sagt eine Verkäuferin beim Bauzentrum Ziesak.

Bei der jüngeren Kundschaft scheint es genau anders herum zu sein. Die 18- bis 25 -Jährigen tendieren in der Regel noch immer eher zu Chinaböllern und Co. Lieber mehrmals anzünden, als nur einmal, scheint hier die Devise zu sein.

„Unser ‘Familienfeuerwerk’ ist aber nach wie vor der gängigste Artikel zu Silvester“, sagt Hanfried Zöllinger, Marktleiter von Ziesak. Die Plastik-Tüten mit Raketen, Böllern, Wunderkerzen und Knallfröschen sind so etwas wie der Obstkorb des Feuerwerks – von jeder Sorte ist etwas dabei.

Bis Mittwoch werden also noch jede Menge Raketen und Böller über den Ladentisch gehen, die pünktlich um Mitternacht dann in Rauch aufgehen. Der große Ansturm ist bei Ziesak aber seit gestern Abend vorbei. „Unser komplettes Sortiment stellen wir jedes Jahr bei einer Demonstration vor“, sagt Hanfried Zöllinger. Das locke immer mehr als 500 Schaulustige auf den Parkplatz vor dem Baumarkt.

Bei anderen Oberhausener Geschäften zieht sich der Knaller-Verkauf noch bis Silvester hin. Die umsatzstarken Tage sind oft der 30. oder sogar der 31. Dezember.

Prüfnummer beachten

Aber egal, wann die Knaller gekauft werden, die Kunden sollten immer darauf achten, dass sie vom Bundesamt für Materialprüfung (BAM) zugelassen sind. Das ist an der BAM-Prüfnummer auf der Verpackung zu erkennen. Feuerwerksartikel ohne die Nummer sind extrem gefährlich und können zu schweren Verletzungen führen. Wie die meiste Pyrotechnik zu verwenden ist, wird in den dazugehörigen Gebrauchsanweisungen beschrieben.

Grundsätzlich gilt aber für alles Feuerwerk, dass es in einer sicheren Umgebung und ohne den übermäßigen Genuss von Alkohol gezündet werden sollte. Das empfiehlt die Oberhausener Feuerwehr. Und dann steht einem frohen neuen Jahr nichts mehr im Wege.