Bart(h) ab
12.12.2008 | 17:50 Uhr 2008-12-12T17:50:00+0100
Mario Barth ist zwar ziemlich lustig, aber jeder kennt seine Witze. Dennoch schafft es der Comedian, die Arena an drei Tagen hintereinander auszuverkaufen.
Der Bart(h) ist ab. Zwar füllt der mehrfache deutsche Comedy-Preisträger Mario Barth an drei Tagen hintereinander die Arena (letzte Vorstellung Samstag – ausverkauft!), doch so richtig Stimmung kommt bei seinen Auftritten nicht auf. Nicht dass sein Programm „Männer sind primitiv, aber glücklich” kein Reißer wäre. Im Gegenteil: Barth ist offenbar ein Naturtalent, das es hinbekommt, auch schon zigfach gehörte Witze so zu erzählen, dass sie immer noch zum Brüllen sind.
Barth ist aber auch ein Frauenversteher. Er weiß, was das andere Geschlecht denkt – und genau das erkennt sich in seinen Erzählungen sehr oft wieder. Alle zusammen erkennen allerdings auch die Gags und Pointen des Comedians wieder, sprechen sie sogar aus, bevor der Barth selbst dazu kommt.
Liegt ganz einfach daran, dass sein aktuelles Programm irgendwie gar nicht mehr aktuell ist. Bei seinem Haussender RTL lief die Show rauf und runter, die DVD von seinem Guiness-Buch-Rekord im Berliner Olympiastadion vor 70 000 Zuschauern ist seit zwei Monaten auf dem Markt. Und dennoch strömen die Massen zu seinen Auftritten. Die absolviert der Berliner gleichwohl mit größter Professionalität. Da passt alles, und Barth schafft es trotz seiner ständigen (und nervigen) Hampelei, einen Spannungsbogen vor den allseits bekannten Pointen aufzubauen, so dass es trotzdem immer wieder lustig ist.
Geschichten aus dem Leben
Mal ehrlich: Männlein-Weiblein-Geschichten aus dem wahren Leben hört doch jeder gern. Barth trägt sie dabei wie selbstverständlich vor. „Jeder Mann muss in seinem Leben ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und nach Nussloch fahren.” Nussloch ist ein kleines Kaff irgendwo in Deutschland. Auf jeden Fall ziemlich weit weg. Dort gibt's einen Handtaschen-Lagerverkauf. Barths Freundin ersteht dort – oh Wunder! – eine Handtasche – und stellt begeistert fest: „Die kann man tragen!” Klar, dass man(n) da nicht widersprechen darf, Frauen haben ja eh immer recht. „Und wir Männer sind alles schuld”, weiß Barth. „Frauen sind nämlich unantastbar.”
Zeigt sich unter anderem am Beispiel einer „aggressiven Laterne”. Vor die habe Barths Freundin sein Auto gesetzt. „War ich nicht. Ist alles deine Schuld”, sagt sie. Würde wohl niemand so hinnehmen – Barth schon. Schließlich ist er nicht nur ein lustiger Typ, sondern war bei jenem Malheur auch noch „rotzevoll”. Also geht der gute Mario mit der Leichtigkeit des Seins an die Sache heran und bekommt es hin, seine Liebste zu bezirzen. Man müsse nur immer „Ja und Amen” sagen, denn: „Frauen fragen nach, Männer nehmen hin.” Und am Ende wird alles gut.
Wird bei seinem neuen Programm bestimmt nicht anders sein. Karten für seinen Auftritt in der Arena im April 2010 gibt's übrigens schon. Aber bis dahin wird wohl auch bei dieser Show der Bart(h) ab sein.

12:49
Es war einfach nur wieder Hammergeil,aber neider und nörgler gibt es überall,so wie beim Wendler auch, weiter so Mario
11:39
Trotz allem immer wieder gut. Super Show, gestern abend in der KöPi Arena,bei seinem letzten Auftritt in diesem Jahr. Aber Neider gibt es ja immer wieder. Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch