Bandidos Oberhausen lösten ihr Chapter nach Razzia auf
12.07.2012 | 17:09 Uhr 2012-07-12T17:09:00+0200
Oberhausen. Am Mittwochmorgen verhafteten Drogenfahnder einen Bandido im Vereinsheim der Rocker in Oberhausen, und noch am selben Tag lösten die Mitglieder des örtlichen Chapters ihre Vereinigung auf. Ein Sprecher der Bandidos Deutschland führt „interne Gründe" für den Rückzug an.
Die Bandidos in Oberhausen haben ihr Chapter am Mittwoch aufgelöst. Das bestätigte Micha vom Presseteam des „Bandidos Motorcycle Clubs Germany“ der WAZ-Mediengruppe.
Am frühen Mittwochmorgen erst hatte die Polizei Duisburg einen 36-jährigen Bandido aus Rheinberg im Clubheim des Oberhausener Chapters an der Marktstraße verhaftet . Ihm, seiner Frau und einem 28-jährigen Waltroper werfen die Ermittler, die vier weitere Verdächtige festnahmen, bandenmäßigen Drogenhandel vor. Dass dies der Grund für die plötzliche Auflösung ist, wollte Bandidos-Sprecher Micha nicht bestätigen: „Dazu sage ich nichts.“ Seine Darstellung des Rückzuges: „Es gibt interne Gründe, die wir der Öffentlichkeit nicht preisgeben.“
Einem Verbot zuvorgekommen, um die Vereinskasse zu retten?
Der Verdacht liegt freilich nahe, dass die Rocker mit der Auflösung einem Verbot ihrer Vereinigung durch das nordrhein-westfälische Innenministerium zuvorkommen wollten. Zweimal hat Ralf Jägers Behörde nach Razzien in diesem Jahr bereits Rockerclubs verbieten können: im April die Bandidos in Aachen und Anfang Mai die Hells Angels in Köln .
Um die Vereinigungen auflösen zu dürfen, müssen die Ermittler beweisen, „dass der Zweck der Vereinigung ein krimineller ist“, erklärt Wolfgang Beus, Sprecher des Innenministerium. Dies sei der Fall, wenn vom Chef bis zum rangniedrigsten „Hangaround“ alle Vereinsmitglieder die kriminellen Machenschaften eines Einzelnen dulden. Wenn die Polizei dies den Oberhausener Bandidos hätte nachweisen können, wäre auch das Vermögen des Clubs beschlagnahmt worden. Mit der angeblich freiwilligen Vereinsauflösung dürften die Rocker ihre Vereinskasse vorerst in Sicherheit gebracht haben.
Nach Angaben des Bandidos-Sprechers mussten die Oberhausener Rocker alle Embleme des Motorradclubs am Gebäude an der Marktstraße unverzüglich entfernen. Mit der Auflösung ihres Chapters sind die Ex-Mitglieder nun auch Ex-Bandidos. Ob sie sich einen neuen Verein suchen? Bandidos-Chapter gibt's in der Nachbarschaft – etwa in Dinslaken, Mülheim und Essen – ja einige. "Wer keinen Bock mehr hat, bleibt halt zuhause", meint Micha dazu nur.
Kurze Vereinshistorie mit vielen Negativ-Schlagzeilen
Die Bandidos Oberhausen machten während ihrer kurzen Zeit in dem Hinterhof an der Marktstraße häufig Negativ-Schlagzeilen: Die Rocker hatten die Räume in der Innenstadt Mitte 2010 angemietet. Die Polizei Oberhausen gab dies allerdings erst Ende 2011 bekannt, musste darum Vertuschungsvorwürfe zurückweisen . Ein führendes Mitglied der ehemaligen Oberhausener Ortsgruppe betreibt im Rotlichtviertel an der Flachshofstraße mehrere Bordelle.
Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte die Unruhe um die Rocker in der Innenstadt am 22. Januar 2012, als Unbekannte fünf Schüsse auf das Haus eines Bandidos an der Christian-Steger-Straße 25 abfeuerten . Die Polizei hatte den Anschlag „aus ermittlungstaktischen Gründen“ zunächst nicht gemeldet, nahm bei einer Razzia am 7. Februar drei Männer in Mülheim fest.
Das Oberhausener Vereinsheim nahm sich die Polizei dann das erste Mal Mitte März vor. Bei der Razzia suchte die Polizei Verdächtige, die an der Rocker-Schlägerei in Mönchengladbach am 21. Januar beteiligt waren. Als damals etwa 100 Rocker der verfeindeten Hells Angels und Bandidos auf offener Straße aufeinander losgingen, wurden zwei Menschen durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Nach den Durchsuchungen in Oberhausen meldete die Polizei jedoch keine Festnahmen. Anders als nach der Drogenrazzia am Mittwochmorgen . Der Einsatz war das vorerst letzte Kapitel einer kurzen Vereinsgeschichte.
17:00
Vielleicht sollte man in einer deutschsprachigen Zeitung den Begriff "Chapter" erklären.
Selbst bei Wikipedia findet man in diesem Zusammenhang keine Erläuterungen.
Ansonsten liest sich der Artikel wie eine übernommene Pressemitteilung.
Wieder ein unprofessioneller Artikel, der einen darüber nachdenken lässt, dass Abo zu kündigen.
11:10
"Ein führendes Mitglied der ehemaligen Oberhausener Ortsgruppe betreibt im Rotlichtviertel an der Flachshofstraße mehrere Bordelle."
Wo findet man denn in Oberhausen eine Straße mit diesem Namen?
07:29
Die Bandidos hatten auch keine andere Chance. Da Jäger im Moment ganze Vereine in Sippenhaft nimmt, wenn ein Mitglied des Vereins kriminell ist, wäre das Vereinsvermögen (illegal) beschlagnamT worden. Das werden die Gerichte zwar kassieren, aber das dauert eben.
Komisch ist nur das dieser "Saubermann" Jäger diese Hetzjadt nicht auch konsequent beid der SPD Duisburg anwendet. Denn, die vom ihm zu verantwortende Korruption dort, muss nach seiner Logik zwingend das Verbot der SPD uisburg nach isch ziehen, da ja gilt: einer ist kriminell, alle sind kriminell. Das ist bei seinem eigenen Dreck am stecken dan "blanker Populismus" bei anderem Dreck dan "zwingende Notwendigkeit".
Coole Rechtschreibung.....wo gibt es die zu kaufen?Auch bei Jäger?
Die Beschlagnahme des Vereinsvermögens ist in einem solchen Fall nicht "illegal" und wird auch regelmäßig nicht von Gerichten "kassiert".
Das ist doch genau der Grund, warum sich Chapter oder Charter auflösen, wenn es für sie eng wird.
Im schlimmsten Fall sind sogar die Mopeds weg...
Das werden die Gerichte dem Jäger schon zeigen, dass die bisherigen Aktionen illegal waren.
wahrscheinlich weil bestehende Korruption allgegenwärtig und gewaltfrei ist, also läuft das eben. Andernfalls wäre damit zu rechnen, dass sich einige Reihen innerhalb der Politik lichten könnten.
06:33
Ein Hangaround hat zum Verein überhaupt kein Mitbestimmungsrecht und ist vor allem kein Rang. Soweit zum Informationsdefizit.
22:43
Hat jetzt der normale Bürger auch ne Chance, in vernünftiger Zeit Hilfe von der Polizei zu bekommen?
ja wenn du ein paar Raser in deiner Strasse siehst. Ruf sie an und sie blitzen für dich. Bei kleinen Einbrüchen die tagtäglich passieren lassen sie dich stehen. Selbst erlebt vor fast 2 Jahren ! Ich hab aber auch keinen Namen in der Öffentlichkeit,,
20:04
Micha ??? Sag mal Zeitung, gehts noch ? ...hört sich an wie der Busenfreund der Redaktion...
Michael M. wird auch in anderen Medien stets nur beim Vornamen genannt - kann passieren, wenn man seinen Nachnamen geheimhält. Auch "Micha" ist durchaus üblich. Von daher sollte man diese Ausdrucksweise nicht - oder nicht nur - der hiesigen Redaktion vorwerfen.
[Entfernt von Moderation - Doppelpost]
Man man man, Hirn einschalten bevor man meckert!
Wenn der Typ es so will das man ihn so in der Zeitung nennt und er sich auch nur mit Micha vorstellt, dann MUSS das auch SO gedruckt werden!
19:19
Eine Massenschlägerei, eine Schießerei, eine Hanfplantage, mehrere Kilogramm Rauschgift, eine Anlage zum herstellen von Amphetaminen und Waffenfunde ( u.a. scharfe Pistolen).
Und was sagte die Oberhausener Polizei, "es gibt keine Auffälligkeiten". Ja die wollen doch nur Motorrad fahren.
17:35
Na klar-und werden jetzt Angler.....Glück auf!!