Bandidos in Oberhausen verteidigen sich gegen Gewalt-Vorwürfe
30.11.2011 | 18:05 Uhr 2011-11-30T18:05:00+0100
Oberhausen. Nach den zahlreichen Negativ-Schlagzeilen über die Motorradgang Bandidos in Oberhausen melden sich die Mitglieder nun selbst zu Wort. Im Gespräch mit der WAZ verteidigen sie sich gegen die Gewalt-Vorwürfe und klären über den eigentlichen Sinn ihres Motorradvereins auf.
Immer wieder gibt es Ermittlungsverfahren gegen Angehörige der Rockergruppe Bandidos: wegen Totschlags , Menschenhandels, illegalen Waffenbesitzes , Erpressung, Körperverletzung oder Drogenhandels. Über Schutzgeld-Erpressung wird gemunkelt.
„Alles nicht haltbare Vorwürfe“, beteuern Michael, Pressesprecher der Bandidos Deutschland, und Detlef, Mitglied des Chapters Oberhausen, während eines Besuchs bei der WAZ. Ihre vollständigen Namen nennen sie nicht. „Einzelne Leute aus unseren Reihen haben Straftaten begangen“, gibt Michael zu. Aber: „Das ist nicht im Interesse des Clubs.“ Sie seien keine kriminelle Vereinigung, sondern nur ein Motorradverein.
Grenzen des Zusammenhalts
Michael sagt aber auch: „Wenn jemand bei uns Mitglied werden will, interessiert weder dessen Beruf, Vergangenheit, noch das Aussehen.“ Und: Jeder habe eine zweite Chance verdient. Auch Leute, die mal der rechtsradikalen Szene angehörten. Michael: „Aber das sind deutschlandweit nur zwei Mitglieder.“ „Bei den vielen Migranten in unseren Reihen würden es Rechte bei uns gar nicht aushalten“, ist Detlef überzeugt.
Allein das kleine Chapter Oberhausen mit 13 Mitgliedern setze sich aus sieben Nationalitäten zusammen. Polen, Türken oder Libanesen seien dabei. Michael: „Bei uns klappt die Integration. Und es müssen auch alle Deutsch sprechen.“ Der Club sei „völlig unpolitisch“ .
Ein „Bruder“, so darf sich ein Bandido nach einer Mindest-Probezeit von zwei Jahren nennen, bleibe ein „Bruder“, selbst wenn er straffällig wurde, erzählen Michael und Detlef. „Bei einem Fehltritt wirft man ja auch niemanden aus einer Familie heraus.“ Selbst wenn einer im Gefängnis landet, hilft man der Frau. „Was glauben Sie, wer dann die Miete zahlt“, fragt Michael. Doch es gibt Grenzen des Zusammenhalts: „Wenn etwa jemand ein Kind vergewaltigt.“
Ganz normales Vereinsleben
Den blutigen Konflikt zwischen den Hells Angels und den Bandidos 2009 in Duisburg bedauert Michael. Dies habe dem Ruf der Bandidos leider sehr geschadet. Auf keinen Fall sei es bei den tödlichen Schüssen und Schlägereien um Gebietsstreitereien und dunkle Geschäfte gegangen, sondern nur um eine reine Privatsache.
„Menschen haben private Streitigkeiten. Wenn diese Mitglieder in zwei verschiedenen Clubs sind, stehen sich schnell zwei Gruppen gegenüber.“ Denn es gelte der Ehrenkodex: Ein Bruder steht dem anderen bei.
So versuchen die beiden Bandidos im Redaktionsgespräch immer wieder darzustellen, wie normal ihr Vereinsleben verläuft. So habe jeder innerhalb der Chapter seine feste Aufgabe. Ehrenamtlich. Michael: „Das wird nicht bezahlt.“
Das Bandido-Leben ist nicht billig
Jeder Bandido habe einen ganz normalen Job: „Bei uns sind Selbstständige, Lkw-Fahrer, Arbeiter auf Montage. Hartz IV-Empfänger hätten es bei uns schwer“, sagt Detlef. Denn ein Bandido-Leben ist nicht billig: Der Besitz einer mehrere tausend Euro teuren Harley ist Voraussetzung für die Mitgliedschaft.
Die in Oberhausener kursierende Vermutung, die Bandidos wollten Schritt für Schritt das Rotlichtviertel an der Flaßhofstraße erobern, halten Michael und Detlef für abstrus.
„So viel Geld hat keiner bei uns, dass er sich so ein Haus leisten kann“, meint Detlef. Allerdings: Zwei Häuser sollen bereits Bandidos gehören, heißt es. Vielleicht handele es sich um Mitglieder eines anderen Chapters, vermuten die Beiden. Michael: „Es ist ja nicht ungesetzlich, dort ein Haus zu besitzen; es ist auch nicht verwerflich, gleich in welchem Job man arbeitet, sich weiter zu verbessern.“
Unterkunft an der Marktstraße ist kein Clubheim
Die Bandidos haben seit bald zwei Jahren auch eine Unterkunft an der Marktstraße . „Das ist kein Clubheim“, sagt Michael. Die 100 Quadratmeter großen Räume habe ein Privatmann angemietet. „Wir treffen uns dort zum Quatschen“, sagt Detlef.
Michael findet es allerdings schöner, ein richtiges Clubhaus zu haben. „Aber es ist schwer für einen Motorradclub, Räume zu finden. Weil die Leute denken, da ist jeden Tag High Life und die nehmen die Bude auseinander.“ Dabei tränken sie nicht mal Bier. „Wir müssen ja noch fahren“, sagt Detlef.

19:13
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19:02
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19:01
Also, ich mein auch, dass hier mal wieder jegliches Augenmass verloren geht. Falls von Gruppen wie den Bandidos Verbrechen begangen werden, erwarte ich von den Sicherheitsbehörden, dass sie ein- und durchgreifen.
Andererseits hab ich noch nie schlechte Erfahrungen mit diesen Clubs gemacht. Genau genommen sogar das Gegenteil: Man wird auch als Außenstehende respektvoll behandelt, wenn man es nicht auf das Gegenteil anlegt...
Von daher: Augen auf und immer mit der Ruhe.
18:49
@5
Recht hast du, ich kenne auch genug leute aus der Scene, sowohl Hells Angels mit denen ich zusammen gearbeitet habe, als auch Bandidos die ich täglich treffe, wenn ich meine Pause mache. Ich wurde von denen nie bedroht oder belästigt, im gegenteil, sie treten mir immer mit Respekt gegenüber und denselben Respekt bekommen sie zurück. Letztendlich sind es auch nur Typen, wie wir beide, nur haben die noch wahre Freunde hinter sich stehen, die für sie einstehen.
Zu ergänzen wäre noch, das ich mit der Scene aufgewachsen bin und daher von natur aus offener gegenüber den Membern bin.
18:45
Ich glaube, es hackt. Den netten Schwiegersohn von nebenan zu spielen, weil ihr wahrscheinlich peinlicherweise extrem Schiss habt, auch in dem rechtsextremen Spiel mit dem Verfassungsschutz geoutet werden zu können? Oder auch der illegalen oder der Loverboy-Prostitution ohne Ende überführt zu werden? Ihr habt absolut den falschen Zeitpunkt gewählt, denn es gibt auch kritische Menschen, die jahrzehntelang Eure Praktiken verfolgt haben. Sorry, aber wie schon immer gesagt, ohne Gehirn forever Türsteher oder Zuhälter!
18:30
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16:52
In keinem!!!!!!!!! aber genau das is die Oberflächlichkeit von der ich rede! Naja lasst euch von den Medien weiter lenken und tut mir ein gefallen bildet euch keine Meinung das ist sehr tötlich!
16:45
@#5
Ja, und in welchem Chapter bist Du Mitglied?
16:14
Ich verstehe nicht warum hier groß rumgemoppertt wird. Ich wohne zufällig in der nähe des Oberhauseners Clubhaus, jeden Mittwoch stehen die Jungs draußen und unterhalten sich wie und ja stellt es euch vor Zivilisierte Menschen. Es wird weder rumgepöbelt noch sonst was. Für ein Videodreh in Duisburg hat man uns ebenfalls in deren Clubhaus weiter geholfen Ohne das wir eine Axt im rücken hatten. Sorry Leute ich habe Sympathie für die Leute.
Und haltet euch mal vor Augen Politiker haben sicherlich mehr Blut an den Händen als diese Leute. Und die haben weder ein Axt noch eine Pistole!
Also mal nicht so oberflächlich und nur nach dem Mund der Medien reden. Vieles wird hier einfach zu Dramatisch dargestellt.
Und nur mal nebenbei angemerkt oft sehe ich ein Bandidos Mitglied in der Stadtmitte und er ist so Sozial das er Obdachlosen etwas Geld zu steckt. Da hab ich mir dann doch oft die Frage gestellt, warum macht gerade er das und nicht die Menschen die nach den Gesellschaftlichen Normen leben.
Also versteht es nicht falsch, ich wollte auch niemanden hier angreifen nur mal meine Meinung kundgeben
14:56
Handaxt - braucht der Bandido für seinen Kamin um das Holz zu zerkleinern.
Einhandmesser - Taschenmesser wie es jeder Pfadfinder hat.
Pfefferspray - zur Eigensicherung. Es gibt immer mehr Kriminaltität in Deutschland!
HAHAHAHAHAHA - die meinen auch wirklich Alle sind total Gaga und glauben das was die sagen. "Sie seien keine kriminelle Vereinigung, sondern nur ein Motorradverein.". Ja ne, is klar. Übrigens, am 24.12. kommt das Christkind!