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Bandidos-Affäre - Polizei Oberhausen weist Vertuschungs-Vorwürfe zurück

28.11.2011 | 19:07 Uhr
Bandidos-Affäre - Polizei Oberhausen weist Vertuschungs-Vorwürfe zurück
Die Polizei Oberhausen bestreitet, die Bandidos-Niederlassung in Oberhausen verschwiegen zu haben.

Oberhausen  Die Oberhausener Polizei hat die Vorwürfe, sie habe die Existenz einer Niederlassung der Rockergruppe Bandidos vertuscht und die Öffentlichkeit nicht auf mögliche Gefahren hingewiesen, zurückgewiesen. Die Rocker hatten Mitte 2010 Räumlichkeiten in der Innenstadt angemietet.

Die Oberhausener Polizei hat Vorwürfe aus dem politischen Raum zurückgewiesen, sie habe über viele Monate hinweg die Existenz einer Niederlassung der Rockergruppe Bandidos vertuscht und mögliche Gefahren der Öffentlichkeit verschwiegen.

„Die Oberhausener Polizei steht im ständigen Dialog mit dem Polizeibeirat und den Verantwortlichen der Stadt“, beteuert die örtliche Polizeiführung. „Zusätzlich finden Gespräche im Präventiven Rat, bei der Sicherheitskonferenz und persönlich statt.“

Sicherheitskonferenz 2010

Wie die Polizei aber öffentlich erst jetzt konkret angibt, hat das „Bandidos Chapter Oberhausen“ etwa Mitte 2010 Räumlichkeiten in Oberhausen angemietet - und zwar im Hinterhof eines Gebäudes an der oberen Marktstraße in der Oberhausener Innenstadt.

„Zeitgleich erhielt der Polizeibeirat, in dem sich gewählte Vertreter aller im Stadtrat vertretenen Parteien befinden, in einer Sitzung im Juli 2010 von diesem Vorgang Kenntnis.“

Auch im Rahmen der Sicherheitskonferenz 2010 sei über die Thematik Rocker referiert und entsprechende Informationen an den Teilnehmerkreis weitergegeben worden. „Daher ist der Vertuschungs-Vorwurf für die Oberhausener Polizei nicht nachvollziehbar.“

"Öffentlichkeit war hergestellt"

 Die Straftaten-Situation, insbesondere für den Standort Marktstraße, sei bisher unauffällig. „Bei Verdachtsfällen wird die Polizei Oberhausen konsequent eingreifen“, versprechen die Ordnungshüter.

Der Vorwurf, die Oberhausener Polizei verschweige bewusst den Zusammenhang zwischen einer Schlägerei an der Helmholzstraße und den Bandidos entbehre jeglicher Grundlage, da gerade bei diesem Einsatz eine Vertreterin der Medien eingeladen war, an einer Nachtschicht mit Polizeibeamten teilzunehmen. „Insoweit war Öffentlichkeit hergestellt“, glaubt die Polizei.

Wahr ist allerdings auch: Die am betreffenden Wochenende versandte offizielle Pressemitteilung der Polizei zur Schlägerei an alle Medien erhielt keinen einzigen Hinweis auf die Bandidos.

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