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Bald knallt's

18.02.2008 | 21:52 Uhr

Heute Morgen legt die Rathaus-Belegschaft die Arbeit nieder. In der Tarifauseinandersetzung des öffentlichen Dienstes folgen am Donnerstag die Erzieherinnen der Kindertageseinrichtungen. Großdemo am Freitag

Foto: © Tom Thöne / WAZ

STREIKS IM ÖFFENTLICHEN DIENST Klappe zu. Wer sich zum Rathaus begibt, wird heute Morgen weitgehend vor verschlossenen Türen stehen. "Bis maximal etwa elf Uhr", so kündigt der Personalratsvorsitzende André auf der Heiden an, "wird die Kernverwaltung die Arbeit ruhen lassen". Verdi hat etwa 1200 Belegschaftsmitglieder zum Warnstreik aufgerufen.

Es war wohl nur ein Vorgeschmack auf die anstehende Tarifauseinandersetzung, als am letzten Donnerstag die Beschäftigten der Oberhausener Senioreneinrichtungen demonstrativ auf ihre Belange aufmerksam machten. Heute tritt die Stammbelegschaft der Verwaltung warnend in den kurzen Ausstand. Nach Dienstbeginn (ab sechs Uhr) wird die Arbeit gar nicht erst aufgenommen. André auf der Heiden: "Vom Rathaus aus und von den unterschiedlichen Dependancen der Verwaltung werden die Beschäftigten mit Pendelbussen zum Zentrum Altenberg gebracht."

Stadtsprecher Rainer Suhr: "Die Maßnahme ist rechtlich unumstritten, die Arbeitszeit muss nachgearbeitet werden."

Bewusst verzichtet Verdi auf einen externen Redner für eine Kundgebung, die Gewerkschafter André auf der Heiden, Heinz Rech und Dietmar Schäfer sind sich gewiss, in Ansprachen den richtigen Ton zu finden. Sie werden über den neuesten Stand der Tarifauseinandersetzung und die große Demo am Freitagmorgen (7.30 Uhr) auf dem Bahnhofsvorplatz informieren.

"Wir brauchen dieses Mal eine spürbare Verbesserung der Einkommen", unterstreicht André auf der Heiden, der jeden Tag viele neue Beitrittserklärungen für Verdi entgegennimmt: "Die Leute spüren, dass es bald knallt."

Ausgegliedert von den spontanen Arbeitsniederlegungen sind heute die etwa 230 Erzieherinnen und sonstigen Kräfte in den kommunalen Kindertageseinrichtungen. Diese werden (die WAZ berichtete mehrfach) am Donnerstag, dem 21. Februar, in den Warnstreik treten.

Verdi hatte frühzeitig auf diese Kampfmaßnahme hingewiesen, um den betroffenen Eltern Gelegenheit zu bieten, sich um eine alternative Betreuungsmöglichkeit für die Sprösslinge kümmern zu können.

Noch nicht geklärt war, ob die 18 kommunalen Kindertageseinrichtungen komplett geschlossen werden, oder ob vereinzelt nicht streikende Erzieherinnen die Türen öffnen.

André auf der Heiden: "Wir haben natürlich die Eltern in einem speziellen Anschreiben über die Situation informiert."

Gestern Nachmittag bemühte sich die Verwaltungsspitze im Gespräch mit Verdi-Vertretern um eine feste Notdienstregelung, bisher aber ohne verlässliches Ergebnis.

Die für Donnerstag angekündigte Arbeitsniederlegung der Erzieherinnen sieht die Stadt als regulären Streik. Suhr: "Darauf werden wir uns einstellen."

Von Frank Eisenhardt (Text), Tom Thöne (Fotos)

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Kommentare
19.02.2008
16:04
Bald knallts
von Ralf Maciejewski | #2

Ich hoffe das die Bevölkerung auch im Streikfall noch hinter uns steht!
Immer daran denken,auch städtische Mitarbeiter Bewohner einer Stadt und bekoomen so Ihren eigenen Streik zu spüren.

18.02.2008
20:06
Bald knallts
von Christian | #1

Die Leute in der Stadtverwaltung sollten sich mal die Stadtkasse aunschauen. Die Beschäftigten sollten eine Nullrunde akzeptieren oder noch besser eine Minusrunde.

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