Bahnhofsturm war fünf Tage lang ein Campus

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Aktive Bürgerschaften in ganz Europa stärken, Zivilgesellschaften und demokratische Strukturen fördern: Das sind die hehren Ziele von „Tandem“, einem europäischen Austausch-Programm für kulturelle Einrichtungen und Verbände. Vertreter dieser Organisationen haben sich jüngst in Oberhausen getroffen. Fünf Tage lang haben sie Erfahrungen ausgetauscht, Kontakte geknüpft und Projekte auf den Weg gebracht.

„Wie bauen wir über Grenzen hinweg ein Kollektiv auf? Und welchen Nutzen können wir aus der Zusammenarbeit gewinnen?“ So formuliert Christoph Stark vom Oberhausener Verein kitev (Kultur im Turm) die Ziele des Treffens. Die Tandem-Teilnehmer hatten sich für ihr jüngstes Treffen die Räume von kitev im ehemaligen Wasserturm am Hauptbahnhof ausgesucht. Rund 40 Gäste aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien verbrachten fünf Tage in Oberhausen.

„Das ist ein ganz besonderer Ort“, sagt Teilnehmer Phil Wood. „Unkonventionell und inspirierend“ findet der Brite den Oberhausener Verein und dessen Domizil am Bahnhof. Hier lasse sich prima arbeiten.

Jotham Sietsma, der das Programm für das Treffen zusammengestellt hat, gefällt besonders der Campus-Charakter, der in den vergangenen Tagen im ehemaligen Wasserturm geherrscht habe. In Workshops, Vorträgen und Gesprächsrunden kamen Kulturmanager und sogenannte NGOs – also nichtstaatliche Organisationen – zusammen.

Eingeladen waren auch Oberhausener Kultur-Akteure: Vertreter von Ludwig Galerie und „terre des hommes“ waren dabei, die Gruppe Skribble Gebibble (Druckluft), der Presseclub und die Vertreter der Antifa ebenso. „Es war ein lebendiger Austausch“, resümiert Christoph Stark.