Awo plant neues Quartier für Senioren in Oberhausen

Die Senioren-Wohnanlage am Julius-Brecht-Anger.
Die Senioren-Wohnanlage am Julius-Brecht-Anger.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Arbeiterwohlfahrt in Oberhausen modernisiert ihre Seniorenanlage am Julius-Brecht Anger. Bewohner sollen ein neues Nachbarschaftskonzept entwickeln.

Oberhausen..  Oberhausen bekommt ein neues Wohndorf für Senioren. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) modernisiert dafür ihre bereits bestehende Anlage am Julius-Brecht-Anger in Schmachtendorf – und gibt ihr einen neuen Namen: Künftig leben die Menschen dort im „Hermann-und-Luise-Albertz Wohndorf“.

Von den insgesamt 19 Wohngebäuden sind zwölf in den vergangenen Jahren modernisiert worden, sieben Gebäude mit insgesamt 64 Wohneinheiten stehen noch aus. Die Häuser sind derzeit voll belegt, Mieter müssen wegen der Sanierungsarbeiten ihre Wohnungen verlassen.

Zusätzliche Staffelgeschosse

„Wir haben den Betroffenen neue Angebote gemacht“, erklärt Jochen Kamps, Geschäftsführer der Awo. Eine Familie ist weggezogen, einige andere sind innerhalb der Anlage nahe des Buchenwegs umgezogen. „Sie können nach den Arbeiten wieder in ihre alten Wohnungen zurück, wenn sie das wünschen“, sagt Kamps.

Geplant sei, die Häuser Schritt für Schritt energetisch zu sanieren. Kleinere Wohnungen sollen zusammengelegt und behindertengerecht zugeschnitten werden. Auf die bestehenden Gebäude sollen zusätzliche Staffelgeschosse gebaut werden.

Der Bauantrag ist gestellt, im Juli oder August können die Arbeiten am Haus Nummer 39 beginnen. Die Modernisierung des ersten Hauses soll nach sechs Monaten abgeschlossen sein. Insgesamt werden die Arbeiten an allen sieben Gebäuden wohl drei bis vier Jahre dauern.

Es sollen sowohl frei finanzierte als auch mit öffentlichen Mitteln geförderte, also sogenannte Sozialwohnungen, sowie Eigentumswohnungen entstehen. „Wir erhoffen uns durch diese Mischung eine neue, gelebte Nachbarschaft entwickeln zu können“, erklärt Jochen Kamps. Zielgruppe seien vor allem auch „junge Alte“, wie der Awo-Geschäftsführer sagt: Menschen ab 50. Das sei wichtig, „um mehr Leben in die Wohnanlage zu bekommen“.

In einer funktionierenden Nachbarschaft helfe man sich gegenseitig, man übernehme Verantwortung. Das wünscht sich Kamps auch für das „Hermann-und-Luise-Albertz Wohndorf“.

Nachfrage größer als das Angebot

Der Bedarf an seniorengerechten Wohnungen in Oberhausen steigt. „Die Nachfrage ist weit größer als das Angebot,“ bestätigt Jochen Kamps. Die Wartelisten der Awo seien teilweise „sehr lang“. Sobald eine Wohnung frei werde, zögen neue Mieter ein. Vor allem in den Sterkrader Norden und nach Alstaden zieht es Oberhausener Senioren.