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Auswärtiges Amt fördert Kurzfilmtage nun wohl doch

18.02.2010 | 15:53 Uhr
Auswärtiges Amt fördert Kurzfilmtage nun wohl doch

Oberhausen. Gute Nachrichten für die Organisatoren der Oberhausener Kurzfilmtage. Die Pläne des Auswärtigen Amtes, dem internationalen Filmfestival Fördergelder zu streichen, sind offenbar vom Tisch. Sogar im Bundestag war die Angelegenheit Thema.

Die Kurzfilmtage dürfen auf ein Happy End hoffen: Nachdem die Organisatoren jüngst die Hiobsbotschaft erhielten, auf Fördergelder des Auswärtigen Amtes verzichten zu müssen, sind diese Streichpläne offenbar vom Tisch.

Bei den Kurzfilmtagen dürfte das für Erleichterung sorgen, wäre andernfalls doch eine wichtige Unterstützung weggebrochen. „Über Jahrzehnte hinweg“, sagt Leiter Lars Henrik Gass, habe man fest mit der Förderung durch das Auswärtige Amt rechnen können. Die 10 000 Euro waren dabei stets dazu bestimmt, Gästen aus „devisenschwachen“ Ländern den Besuch in Oberhausen zu ermöglichen – und letztlich allen Beteiligten „einen kulturellen Austausch“, so Gass.

Allein im vergangenen Jahr habe man auf diese Weise 46 Filmschaffenden aus 22 Entwicklungs- und Schwellenländern helfen können, die Reise zum Festival finanziell zu stemmen.

Für Gäste aus Armenien,
Iran, China, Thailand

Die Besucher kamen etwa aus Armenien, Brasilien, China, Georgien, Iran oder Thailand. Die Internationalen Kurzfilmtage beteiligten sich an ihren Reise- und Übernachtungskosten und stellten Tagesgeld.

Am 20. Januar diesen Jahres dann teilte das Auswärtige Amt den Oberhausener Festivalmachern mit, dass es keine Möglichkeit gebe, die diesjährigen Kurzfilmtage zu unterstützen. Gass war alarmiert. Wenn die Gelder nicht mehr zur Verfügung stehen, sei die Teilnahme für jene Gäste unmöglich. Er halte das für „ein falsches Zeichen in der auswärtigen Kulturpolitik“, so Gass.

Thema im Bundestag

Der Festivalleiter wandte sich an den Deutschen Kulturrat, und auch im Bundestag war die Angelegenheit Thema. Ein Antrag der Linken im Ausschuss für Kultur und Medien scheiterte zwar, Cornelia Pieper als Staatsministerin im Auswärtigen Amt soll aber zugesagt haben, sich für die Oberhausener Kurzfilmtage einzusetzen.

Inzwischen können die Festival-Verantwortlichen aufatmen – auch wenn noch nicht klar ist, ob die Förderung in gewohnter Höhe erfolgt. „Der Haushalt steht noch nicht“, hieß es dazu im Auswärtigen Amt.

Helen Sibum

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