Ausstellung zeigt Außenansichten von Oberhausen
12.02.2010 | 17:30 Uhr 2010-02-12T17:30:00+0100
Oberhausen. Eine Ausstellung mit dem Titel „Oberhausen. Außenansichten” zeigt, wie die Gäste des Kurzfilmfestivals aus dem In- und Ausland die Stadt sehen. Texte, Zeichnungen, Fotos, Videos, Tonaufnahmen oder Gedichte – Materialien aller Art sind gefragt.
Die Internationalen Oberhausener Kurzfilmtage sind vieles: Das älteste Kurzfilmfestival der Welt, das sich immer wieder neu erfunden hat und eines der renommiertesten Festivals seiner Art ist. Bei so einer Visitenkarte gehört es zum guten Ton, dass auch die 56. Auflage des Kurzfilmfestes wieder Neues zu bieten hat: Eine Ausstellung mit dem Titel „Oberhausen. Außenansichten” ist geplant, die zeigt, wie die Gäste des Festivals aus dem In- und Ausland , „die sich nur wegen der Kurzfilmtage mit der Stadt auseinandersetzen”, wie die Kuratorin des geplanten Projektes es sagt, uns sehen.
„Ob Texte, Zeichnungen, Fotos, Videos, Tonaufnahmen oder Gedichte – Materialien aller Art sind gefragt”, sagt Jessica Manstetten, die ansonsten Kontaktfrau für den Musikvideo-Preis ist. Sie hat Filmemacher, Jury-Mitglieder, Produzenten und Gäste des Festivals eingeladen, sich mit Beiträgen, die im Laufe der Jahre während der Kurzfilmtage entstanden sind, an der Präsentation zu beteiligen. Noch bis Ende Februar sammelt und sichtet sie das Material. „Wir zeigen es dann während der Kurzfilmtage in der Festival-Lounge, die wieder im K 14 sein wird und in anderen Räumen, die wir während der Kurzfilmtage anmieten werden. Die Bürgerstiftung der Sparkasse unterstützt das Projekt, zu dem es auch eine Broschüre mit Vorstellung der Beteiligten und ihrer Beiträge geben wird.”
Sichtung der Filme hat begonnen
Während mit der Sichtung der für den Internationalen Wettbewerb eingereichten Filme schon begonnen worden ist – die Kommission hat gerade mal drei Wochen Zeit, um aus 3500 Kurzfilmen 70 auszuwählen, die konkurrieren sollen –, beginnt die Auswahl der Filme für den Deutschen Wettbewerb erst am 24. Februar. „Auch hier erwarten wir 1000 Beiträge, einschließlich der Filme für den NRW-Wettbewerb. Fünf Tage sind für die Vorauswahl angesetzt”, sagt Filmtage-Sprecherin Sabine Niewalda. Wie kann das gehen? „Man braucht starke Nerven und Durchhaltevermögen.”
Auf Raumsuche ist derweil noch Alexandra Hesse, die Organisatorin des Festivals. „Möglichst in der Innenstadt, möglichst zentral und nicht weit entfernt vom Lichtburg Filmpalast” werden leer stehende Lokale benötigt. „Auch das Gästebüro soll diesmal nicht in Bahnhofsnähe, sondern in der Elsässer oder Langemarkstraße liegen”, so die Organisationsleiterin.
FH-Studenten gestalten Spielorte
Das K 14 mit seinem Innenhof werde von den Festivalgästen sehr geliebt. „Dort gibt es ein Musikprogramm, Künstler, die live spielen und Leute, die auflegen.” Gestaltet werden alle Spielorte wieder in Zusammenarbeit mit Studenten, die diesmal von der Fachhochschule Dortmund kommen. Sie haben die Aufgabe, den Räumlichkeiten ein passendes Ambiente zu geben.
Schon eingetroffen sind Christine Sutoris, die in Würzburg Amerikanische Kultur- und Politikwissenschaften studiert und Vanessa Grieb, Studentin der Medienwissenschaften in Freiburg. Als Assistentinnen unterstützen sie das Filmtage-Team während der heißen Vorbereitungsphase und an den Festivaltagen. Es ist ihnen wichtig, „alles, den ganzen Prozess mitzubekommen”. Auch sie sind nur wegen der Kurzfilmtage hier. Was wären also ihre Oberhausener Außenansichten? „Ich würde die Villa und die Kinosäle fotografieren”, sagt Vanessa Grieb. Christine Sutoris fasziniert „der Stilmix der Architektur in der Innenstadt.”

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