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Augen auf beim Lebensmittelkauf

23.01.2015 | 09:00 Uhr
Augen auf beim Lebensmittelkauf
Diätassistentin Barbara Stöckl informiert über gesunde und ausgewogene Ernährung.Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Um fit und gesund zu bleiben sollte man nicht nur regelmäßig Sport treiben, sondern auch auf seine Ernährung achten. Experten können einem dabei helfen.

Wieso nehme ich nicht ab, obwohl ich Sport treibe? Diese Frage gehört zum Tagesgeschäft von Barbara Stöckl. Als Diätassistentin und Ernährungsberaterin steht sie mit Rat und Tat jedem zur Seite, der sich gesund und ausgewogen ernähren möchte. „Erst kürzlich hat eine Kundin aus Oberhausen allein durch Bewegung und Ernährung in zwölf Wochen 20 Kilo abgenommen – und das ohne operativen Eingriff, wie eine Magenverkleinerung “, berichtet Stöckl von einer echten Erfolgsgeschichte.

Der Energiebedarf

Meist sind es gesundheitliche Gründe, die zu einer Ernährungsumstellung führen. Aber auch Menschen die zusätzlich zu ihrem Training einen Ernährungsplan möchten, kommen zur Ernährungsberatung. Einen allgemeinen Plan für jedermann gibt es nicht. Je nach Bewegung und verbrannten Kalorien setzt sich der Energiebedarf pro Tag zusammen. Um diesen Wert zu ermitteln, hat Stöckl einen hilfreichen Tipp. Um seinen persönlichen Energiebedarf zu errechnen gibt es eine einfache Formel. Man rechnet das Körpergewicht mal 30. Das bedeutet für einen Mann der 85 Kilogramm wiegt 2550 Kalorien pro Tag.

Gutes und schlechtes Essen

Gesunde Ernährung heißt nicht gleich, komplett auf Süßigkeiten zu verzichten. Fakt ist – je mehr Kalorien durch Aktivität verbrannt werden, desto mehr kleine Sünden sind erlaubt. „Eine ideale Vorlage bietet die Ernährungspyramide“, rät Stöckl.

Grundlage dieser ist es ausreichend zu trinken. Es wird empfohlen 30 ml Wasser pro Kilo Körpergewicht zu sich zu nehmen. Das heißt für einen 85 Kilogramm schweren Mann: 0,03 mal 85 gleich 2,5 Liter. Außerdem wird empfohlen, mehrmals täglich Obst, Gemüse und Getreideprodukte, einmal täglich ein Milchprodukt und mindestens einmal in der Woche Fleisch oder Fisch zu essen.

Und Achtung: Viele Kalorienbomben sind nicht als solche zu erkennen. Dazu gehören vor allem Müslimischungen und Säfte. „Zwar enthalten die Produkte oft keinen herkömmlichen Zucker, jedoch sämtliche Arten von diesem. Dazu gehören unter anderem Fructose, Glucose oder Maltose“, sagt Barbara Stöckl. Anstelle von Müsli zum Frühstück empfiehlt die Ernährungsberaterin Haferflocken. Da diese fast nur aus Kohlenhydraten und Eiweiß bestehen, dienen sie für einen nahrhaften Start in den Tag. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass der Blutzuckerspiegel reguliert wird und somit Schwindelattacken im Alltag vorbeugt wird.

Die Kosten

Das Argument „Gesunde Ernährung ist teuer“ zählt für Stöckl nicht. „Der Preis für Lebensmittel ist im Vergleich zu anderen Ländern in Europa gering und durchaus fair. Vor allem Obst und Gemüse sind billig.“ Viele empfinden es als zu stressig im Alltag zu kochen. „Das Problem ist nicht die mangelnde Zeit, sondern das Unwissen vieler Leute, wie man gesund kocht. Wenn der Dreh erst einmal raus ist, merkt man, wie einfach und zeitsparend es ist“, merkt Stöckl an.

Die Beratung

Wer sich über gesunde Ernährung informieren möchte, sollte sich bei seiner Krankenkasse informieren. Die Barmer GEK zum Beispiel erstattet bis zu 160 Euro. Die Kosten der Erstberatung bei Barbara Stöckl liegen bei 60 Euro. Alle weiteren Beratungen dauern 30 bis 45 Minuten und kosten 45 Euro.

Lennart Hintzen

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2015-01-23 09:00
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