Aufträge an lokale Firmen vergeben

„Das System muss abgelöst werden.“ Als interessierter Bürger am Oberhausener Stadtgeschehen habe ich mit großem Interesse das Interview mit Herrn Schranz zu seiner Oberbürgermeister-Kandidatur zur Kenntnis genommen. Mein Fazit gleich vorweg: Ich kann nicht nachvollziehen, wie viele Themen gleich wieder pauschal in Schutt und Asche geredet werden. Ja, auch ich bin sicher in vielfältiger Form von den Einsparungsmaßnahmen der Stadt und gewiss auch den Auswirkungen der Haushaltssperre betroffen. Doch einige aufgeführte Kritikpunkte, insbesondere die Vergabe städtischer Aufträge, bedürfen meiner Ansicht nach einer besonderen Betrachtungsweise. Oberhausener Handwerksbetriebe nehmen regelmäßig an Ausschreibungen der Stadt Oberhausen/OGM teil. Mal kann man eine Ausschreibung gewinnen, mal nicht. Jetzt wird von Herrn Schranz die Vergabe von städtischen Aufträgen kritisiert. Hierbei sollte er jedoch auch berücksichtigen, dass bei der Vergabe auch nahestehende Gesell-schaften der CDU, wie beispielsweise das Architekturbüro Hausmann, permanent Berücksichtigung findet. Gleichwohl möchte ich es aber nicht versäumen, die sowohl arbeitsmarkt- als auch gesellschaftspolitische Bedeutung der örtlichen Handwerksbetriebe zu betonen.

Diese Unternehmen leisten einen maßgeblichen Anteil dafür, dass in dieser Stadt Hunderte von Arbeitsplätzen erhalten und neue geschaffen werden können. Der jungen Generation bieten sie Jahr für Jahr exzellente berufliche Perspektiven, indem sie sichere Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Und im Gegensatz zu irgendwelchen großen Handelsketten und Filialisten tragen sie dafür Sorge, dass die Gewerbesteuern direkt „vor Ort“ fließen.

Das alles sind unbestreitbare Tatsachen, die meiner Ansicht nach nicht oft genug hervorgehoben werden können. Ich teile durchaus nicht alle Entscheidungen, die in unserer Stadt getroffen werden, aber dass Aufträge nach Möglichkeit an Unternehmen in unserer Stadt vergeben werden, verstehe ich.