Aufgeklärt

Stoag verliert Kunden. Ich bin Herrn Overkamp dankbar, dass er die Unternehmensstrategie der Stadtwerke Oberhausen GmbH auf so einfache Art und Weise den Bürgern der Stadt Oberhausen erklärt. Wenn ich es richtig verstanden habe, liegt der Grund des Kundenrückganges zum einen an der sinkenden Schülerzahl und zum anderen an dem durch die Oberhausener Politik verordneten Sparzwang. Zum Glück für die Geschäftsführung stiegen die Preise massiv, die Einnahmelage hat sich nicht verschlechtert und eine Änderung in der Unternehmensstrategie ist nicht erforderlich! Auch deswegen würde der Lückenschluss der Linie 105 nach dem Willen der Geschäftsführung umgesetzt. Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass die sinkenden Kundenzahlen mit der Verknappung der angebotenen Linien, Erhöhung der Taktfrequenzen der noch angebotenen Linienführungen, der massiven Preiserhöhungen und der Reduzierung des Personales bzw. deren Veränderungen in den Arbeitsverträgen und Arbeitsbedingungen zu tun hat. Den Lückenschluss der Linie 105 sah ich bisher ebenfalls in diesem Kontext und bin davon ausgegangen, dass ein jährlich zu deckender Fehlbetrag von ca. 300 000 Euro zwangsläufig dazu führen muss, dass die Kundenzahlen weiter sinken, weil das Linienangebot reduziert, die Taktfrequenzen und die Preise erhöht werden und das Personal mit Sicherheit nicht aufgestockt wird. Mit ein bisschen Glück für die Geschäftsführung und die Bürger werden zumindest die Letztgenannten nur noch die 105 nutzen, egal, welches Ziel sie auch haben.