Auf neuen Wegen durchs Tiergehege

Anette Perrey präsentiert ein Drehkreuz.
Anette Perrey präsentiert ein Drehkreuz.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Besucher im Tiergehege des Kaisergartens müssen sich auf eine neue Zugangssituation einstellen: Nur noch ein Eingang führt zu Schafen und Co.

Oberhausen.. Auf die Besucher des Tiergeheges im Kaisergartens kommt eine Zeit der Umgewöhnung zu: Für insgesamt 25.000 Euro hat die Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) das Wegesystem sowie die Ein- und Ausgangssituation in einem der beliebtesten Naherholungsziele der Stadt modernisiert. Nur noch durch einen Eingang, zentral an der Natur-Erlebnis-Schule gelegen, gelangen die Spaziergänger ins Gehege. An zwei Ausgängen, gesichert durch Drehkreuze, gelangen Besucher nach draußen. „Die Besucherzahlen haben in den vergangenen Jahren enorm zugenommen“, erklärt Dr. Anette Perrey, die Leiterin des Tiergeheges. Nicht selten komme es vor, dass bei gutem Wetter mehrere Tausend Besucher gleichzeitig im Gehege unterwegs seien. „Das ist immer wieder eine logistische Herausforderung.“ Darum sei ein neues Wegesystem notwendig geworden.

Besucherströme im Kaiserpark sollen anders geleitet werden

Die Idee dahinter ist einfach: Durch einen Eingang und zwei Ausgänge sollen die Besucherströme besser geleitet werden können. An den beiden Ausgängen – der eine liegt direkt hinterm Schloss, der andere im hinteren Teil des Geheges bei den Steinböcken – wurden Drehkreuze angebracht. „Diese Arbeiten haben drei Wochen gedauert“, berichtet OGM-Geschäftsführer Horst Kalthoff. „Wenn das Tiergehege am Abend schließt, es ist durch die neue Zugangssituation einfacher sicherzustellen, dass auch alle Besucher das Tiergehege verlassen haben“, so Perrey.

Sie glaubt, dass es noch eine gewisse Zeit der Umgewöhnung braucht, ehe sich Stammgäste an die neue Situation gewöhnt haben. „Schließlich konnten die Besucher bislang an vier Zugängen in und aus dem Gehege.“

Im Tiergehege stehen viele Arbeiten an

Damit das neue Wegesystem mit nur noch einem Eingang funktionieren kann, wurde bereits im vergangenen Jahr ein Brückenschlag vollzogen: eine neue, barrierefreie Brücke, die den nördlichen und südlichen Gehegeteil verbindet, wurde im November 2014 fertiggestellt und für die Besucher freigegeben. „Das war eine Voraussetzung dafür, dass wir die Drehkreuze errichten konnten“, führt Kalthoff aus.

Auch wenn diese Arbeiten nun beendet sind, stehen im Tiergehege direkt die nächsten Aufgaben an. Neben einigen weiteren Handgriffen bei dem begehbaren Wellensittich-Verschlag, geht es bald an die Umsetzung der Anlage für eine fünfköpfige Berberaffen-Familie. Diese soll nach einigen Umbauarbeiten in der einstigen Steinbock-Anlage angesiedelt werden. „Es gibt immer etwas zu tun“, sagt Perrey.