Auf der Suche nach dem Ferienjob in Oberhausen

Aushilfsstellen in der Gastronomie sind eine gute Möglichkeit für einen Ferienjob.
Aushilfsstellen in der Gastronomie sind eine gute Möglichkeit für einen Ferienjob.
Foto: WP
Am Freitag starten die Sommerferien. Schüler können ihr Konto aufbessern. Aber nicht jeder Ferienjob ist für Jugendliche geeignet.

Oberhausen.. Jeder Jugendliche kennt das Dilemma: Der Kontostand tendiert gegen Null, die Zahl der persönlichen Wünsche gegen unendlich. Demnächst gibt es für Schüler die Chance, das zu ändern. Sechseinhalb Wochen lang.

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Die beste Zeit, um Geld zu verdienen. Allerdings ist das Angebot an Ferienjobs oft überschaubar. „Viele Berufsgruppen fallen von vornherein weg. Jobs, die mit starker Hitze, Kälte, Nässe einhergehen oder bei denen es sehr laut werden kann, sind für Schüler verboten“, sagt Katja Hübner, Sprecherin bei der Agentur für Arbeit in Oberhausen.

Jobs auf der Baustelle scheiden aus

Das gelte auch für Tätigkeiten, bei denen man mit Krankheitserregern in Verbindung kommen könnte. Jobs auf der Baustelle und im Altenheim scheiden daher in der Regel aus.

Hübner empfiehlt stattdessen, sich nach Aushilfsstellen in der Gastronomie umzusehen oder sich durch Lagerarbeiten etwas dazuzuverdienen. Der Weg zum Ferienjob führt dabei nur selten über die Arbeitsagentur. „Die Arbeitgeber suchen nicht gezielt nach Personal, sondern nehmen meistens Schüler, die sie aus dem Vorjahr kennen, oder Kinder von Bekannten“, sagt Hübner. Eine kleine Portion Vitamin B ist also auch beim Ferienjob von Vorteil. Wer das nicht besitzt, sollte die Jobplattformen im Internet durchstöbern und dann bei Arbeitgebern anrufen.

Wer jünger als 13 ist, darf gar nicht arbeiten

Vor dem Griff zum Hörer ist ein Blick auf die Rechte und Pflichten für Ferienjobber hilfreich. Wer jünger als 13 ist, hat keine Chance. Selbst Babysitten oder Prospekte austragen ist verboten. Für 13- und 14-Jährige gilt: Leichte Jobs sind drin, aber nur mit Einwilligung der Eltern und maximal an zwei Stunden pro Tag. Ab 15 Jahren dürfen Schüler maximal acht Stunden pro Tag arbeiten. Allerdings muss die Arbeitszeit zwischen 6 und 20 Uhr liegen. Zwischen zwei Arbeitstagen sind zwölf Stunden Pause vorgeschrieben, Ausnahmen gibt es allerdings in der Gastronomie. Insgesamt dürfen höchstens 35 bis 40 Stunden in eine Woche fallen. Der Ferienjob muss auf maximal vier Wochen begrenzt bleiben.

Apropos Grenzen: Der Freibetrag für Schüler lag zuletzt bei 8004 Euro. So eine Summe wird selten erreicht, weshalb das Kindergeld an die Eltern weiter ausbezahlt werden kann. Wer bis zu maximal 50 Tage im Jahr in den Ferien arbeitet, muss zudem keine Sozialabgaben leisten. Ein Anspruch auf den Mindestlohn besteht für Schüler allerdings nicht.

Für Katja Hübner ist das aber kein Grund, die Jobsuche vor den Ferien zu vernachlässigen. „Es geht ja nicht nur um das Geld verdienen. Ein Ferienjob bietet auch die Möglichkeit, erste Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln“, erklärt sie.

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