Auch bei Migranten

Eine Furcht vor sozialem Abstieg, weil weitere Zuwanderer und Flüchtlinge als Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt auftreten oder das Niveau in Kindergärten und Schulen drücken könnten, gibt es nicht allein bei Deutschen, sondern auch bei Familien, die vor Jahrzehnten nach Deutschland kamen. „Wir wissen, dass es Migranten gibt, die ihr Kind unbedingt in einer konfessionellen Kita anmelden möchten“, berichtete Sozialdezernentin Elke Münich. Bildungsbewusste Eltern suchten Einrichtungen bewusst aus, von denen sie sich eine bessere Bildung für ihre Kinder erhoffen.

Für eine deutliche Ausweitung der Beratungsangebote sprach sich Heike Breier (Awo) aus: „Weil immer mehr Menschen zu uns kommen.“ Unterstützung fand sie nicht nur bei Münich, sondern auch bei VHS-Leiterin Gesa Reisz, die Bund und Land in der Verantwortung sieht, die Kommunen stärker finanziell zu unterstützen.

Gründung eigener Unternehmen

Auf die steigende Zahl von Betrieben, die von Menschen mit Migrationshintergrund gegründet werden, wies Ercan Telli (Integrationsrat) hin. Für sie wünscht er sich eine Integration in bestehende Wirtschaftsverbände. Sie auf türkische oder andere ausländische Vereinigungen zu verweisen, sei nicht zielführend, sagte er in Richtung von Wolfgang Schmitz (Unternehmerverband).