Arbeitsvermittler bangen um ihre Jobs
14.09.2010 | 19:55 Uhr 2010-09-14T19:55:00+0200
Oberhausen.Hat die BFO eine Zukunft? FDP fordert vor Ratsentscheidung Klarheit.
Mit Arbeitslosigkeit und all ihren Folgen kennt man sich aus bei der Beschäftigungsförderung Oberhausen. Nun müssen einige der Vermittler selbst um ihren Job bangen, denn der BFO droht das Aus, die Unsicherheit in der Belegschaft ist groß (die NRZ berichtete). Allein: Auch die Ratssitzung am kommenden Montag, in der man über die künftige Organisation der Betreuung Langzeitarbeitsloser entscheidet, wird wohl keine Klarheit bringen.
Optionsmodell als Chance?
Unterschiedliche Lesarten
Der Rat bestimmt, ob man die entsprechenden Aufgaben künftig als „Optionskommune“ und damit eigenständig wahrnehmen will oder in einer abgeänderten Form der bisherigen Zusammenarbeit von Stadt und Bundesagentur für Arbeit, hier über die Arge Soda, die der Gesetzgeber in ihrem jetzigen Zuschnitt für unzulässig erklärt hatte. Sei es Option oder Zusammenarbeit: Was das jeweils für die BFO bedeutet, ist ungewiss.
„Ich kann Ihnen nicht sagen, in welcher Form die BFO in Zukunft Aufgaben übernehmen kann, ohne dass es beanstandet würde“, hatte Dezernent Reinhard Frind gegenüber dem Sozialausschuss gesagt. Das Konstrukt BFO war auch vom Bundesrechnungshof moniert worden – es greife in „Kernaufgaben“ der Arbeitsagentur ein. Nach Lesart von BFO-Geschäftsführer Achim Kawicki allerdings ist es „sehr wahrscheinlich, dass die BFO im Rahmen einer Optionskommune weiterarbeiten könnte“.
Die FDP fordert nun eindeutige Worte. „Die Stadt soll sich erklären. Es kann nicht sein, dass unterschiedliche Rechtsauffassungen kursieren“, so Hans-Otto Runkler. Die Liberalen könnten sich für das Optionsmodell durchaus erwärmen, zumal wenn dadurch der Bestand der BFO gesichert wäre. Die Verwaltung dagegen empfiehlt aus finanziellen Gründen die andere Variante und macht in Sachen BFO wenig Hoffnung. Runkler: „Alle, die entscheiden, sollten wissen, was geht und was nicht.“
Das wüsste man bei der BFO freilich auch gern. „Wir brauchen eine Lösung, denn der 1. Januar ist übermorgen“, sagt Achim Kawicki angesichts des auslaufenden Vertrages, in dem der Auftrag der BFO festgelegt ist. Ein Auftrag, so Kawicki, für dessen Erfüllung die Mitarbeiter weiter mit Hochdruck arbeiten, was die Situation für sie umso unerträglicher mache.
„Die Stimmung ist schwierig, denn das alte System läuft auf Hochtouren“, so der langjährige Geschäftsführer. Derzeit betreut die BFO 650 Ein-Euro-Jobber und knapp 200 Oberhausener in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsgelegenheiten. „Wir sind das Instrument, das die Stadt in der Hand hat, um Arbeitsmarktpolitik mitzugestalten.“
Geschäftsführer Kawicki: Andere Aufgaben denkbar
Weil Kawicki jedoch Pragmatiker ist, hat er sich schon mal überlegt, welche Aufgaben die BFO anstelle der bisherigen übernehmen könnte. „Ich halte es für erforderlich zu diskutieren, ob es nicht einen Weg für die BFO gibt, bestimmte Problematiken im Sinne der Kommune zu bearbeiten.“ Kawicki denkt an das Fallmanagement für bestimmte Gruppen, Jugendliche ohne Schulabschluss etwa. Hier habe man ein Netzwerk, Personal, Kontakte zu den Trägern. „Das ist unsere Stärke.“

13:32
Die BFO ist überflüssig wie ein Kropf. Arbeitsgelegenheiten, ob nun sozialversicherungspflichtig - oder mit Mehraufwandentschädigung, dauern in der Regel 3 bis 9 Monate (inklusive Qualifizierungsmaßnahmen). Danach ist der Arbeitssuchende, Arbeitsmarkt-technisch austherapiert. Die Chancen am 1. Arbeitsmarkt steigen dadurch nicht. Selbst Mitarbeiter bei der ARGE sind, obwohl Sie die Maßnahmen zuweisen, nicht davon überzeugt. Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen: Hilf dir selbst, sonst hilft dir Horst.
23:03
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23:02
@#4 von Oberhausener ,:
Schon wieder einNürnberger Statistikfreund/In?
DIe
Vermittlungszahlen sind scheißegal, wenn keine Löhne gezahlt werden.
Die können sich ja gegenseitig permavermitteln, überflüssig ist der Kram sowieso- als es die ganzen Betüddeler nicht gab, wurden auch nicht dauernd neue Arbeitslose erst produziert.
Die Sozi- Banden brauchen immer wen zum Spielen, sollen arbeiten gehen....
19:26
Es wird auch nicht besser die bfo muss zu gemacht werden
es hat doch keinn sinn mehr
solche angebot ein euro job anzubieten
für so weniger geld für 1.- euro pro stunde zur arbeiten
für die meisten leute die da rumsitzen haben die
gesagt für so eine massnahme gehe ich nicht
arbeiten für 1.- euro die stunde
für die stadt oberhausen müssen erst bessere
löhne her das die leute mehr davon haben
dan können die arbeit anbieten
aber nicht für so ein billige job die nicht taugt
18:27
Es gehört zu den simpelsten unternehmerischen
Weisheiten, daß man erst investieren muß um zu
profitieren. Langfristig würde die Optionierung große
Einsparungen zu Gunsten der Kommune ebenso bedeuten wie eine Entbürokratisierung zum Vorteil
der Arbeitslosen, wenn die Arbeitsagentur nicht mehr ´reinreden könnte.. Soviel Weitsicht kann man
aber wohl von engstirnig-kleinkarierten Beamten der
Stadtverwaltung nicht erwarten. Der BFO könnte aber bei einer wirklichen Neuordnung eine wichtige
Rolle zukommen, zumal es eine Schande wäre, das
Wissens- und Erfahrungspotential der Mitarbeiter/-innen nicht zu nutzen.
Aus professioneller Sicht könnte die Zusammen-
arbeit mit den dort Beschäftigten nicht besser sein.
13:55
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01:45
Das Modell ist in Oberhausen gar nicht so unerfolgreich, gerade auch, wenn man sich die Vermittlungszahlen anschaut. Aber ob das Modell BFO überhaupt rechtens ist, das ist die Frage. Solange in einem Entscheidungsgremium unterschiedliche Rechtsauffassungen vorhanden sind, macht die weitere Planung wohl wenig Sinn.
Also, da muss man den Jungs und Mädels der FDP mal Recht geben - es ist höchste Zeit, dass die Rechtslage endlich mal geklärt wird. Und schön, dass es mal einer sagt und ein bisschen Gas gibt.
21:09
Was die BFO mit allen Ihren Mitarbeiter schaffen, das schafft der Fallmanager erst Recht. Schlimmer kann es nicht werden.
20:59
Die arbeitsvermittler sind schon schlecht gelaunt
seit dem ich dort war
aber unter beim eingang habe ich nach gefragt
dort war ne dame ich sagte zur ihr ob die bfo zu macht sie sagt mir das die bfo dicht bis zur
31.12.2010 da nach habe die keine auftrag mehr ab januar 2011