Arbeitgeber kritisieren Warnstreiks in Metallbranche

Als „völlig unnötig und unverantwortlich“ bezeichnet der Vorsitzende des Metallverbandes Ruhr-Niederrhein, Wim Abbing, die Ankündigung der IG Metall, ihre Mitglieder zu massiven Warnstreiks aufzurufen. „Warnstreiks machen einen Tarifabschluss nicht leichter“, sagt Abbing. Sie verursachten zudem erhebliche wirtschaftliche Schäden.

Im Ausland habe niemand Verständnis für Arbeitskämpfe in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. „Zumal bekannt ist, dass wir eine absolute Hochlohnbranche sind.“ Die Gewerkschaft müsse wissen, dass Produktionsausfälle die internationalen Kundenbeziehungen empfindlich störten. Die IG Metall gefährde damit die weltweit anerkannte Lieferverlässlichkeit und -treue deutscher Unternehmen.

Die Arbeitgeber hätten mit der Vorlage eines „fairen und attraktiven“ Angebots alles getan, um zügig einen tragfähigen Kompromiss zu ermöglichen. „Das angebotene Plus von 2,2 Prozent bietet unseren Beschäftigten bereits nach zehn Monaten einen weiteren spürbaren Reallohn-Zuwachs und hätte deshalb eine angemessenere Reaktion der IG Metall verdient. Wir brauchen Dialog statt Streik“, sagt Abbing.