Anwohner wollen keine Feste am Friedensplatz

Zwei Wochen nach dem Winzerfest, das Hunderte Gäste zum zentralen Friedensplatz in der Innenstadt gelockt hat, sammeln Alt-Oberhausener Bürger im Internet Unterschriften gegen lautes Feiern in der Alten Mitte. Auf Facebook erhalten sie statt Unterstützung mächtig Häme.

„Ruhe am Friedensplatz“ haben die Anwohner ihre Petition genannt. Sie kritisieren, dass immer mehr „große, lautstarke und gut besuchte Feste“ auf dem Friedensplatz stattfänden. Als Problem wird das angesehen, weil der Platz nicht nur von Geschäften und Behörden, sondern auch von Wohnungen umgeben ist. Vermeintlich gebe es pro Feier bis zu 200 Beschwerden von Anwohnern bei der Polizei. „Bitte helft uns, unsere Nerven zu schonen“, schreibt Jörg Walterfang auf Facebook.

Dutzende Kommentatoren sehen das anders. „Absolut überflüssig“, meint Brigitta Beyer. „Soll sich Oberhausen Gespensterstadt nennen?“, schreibt Claudia Dörfer.

Die Polizei dementiert, dass es besonders viele Beschwerden etwa wegen des Winzerfestes gegeben habe. Während der viertägigen Feier hätten sich drei Personen gemeldet, zwei wegen nächtlicher Ruhestörung. „Auch den Bezirksbeamten, die ja in der Innenstadt Ansprechpartner sind, ist die Problematik nicht bekannt“, sagt ein Sprecher.

Frank Muckel, Chef des Citymanagements und Winzerfest-Veranstalter, betont, bei Feiern werde besonders darauf geachtet, dass Musik nicht länger gespielt wird als erlaubt. „Um 22 Uhr ist Schluss, bei der Musiksommernacht dürfen wir länger.“ Beschwerden bei dem stadtweiten Festival habe es 2014 und 2013 nicht gegeben. „In der Innenstadt hat man immer viele unterschiedliche Interessen. Wir wollen die Innenstadt mit Leben füllen.“