Anwohner in Vondern verärgert

Mit der erneuten Baustelle auf der Arminstraße im Osterfelder Ortsteil Vondern hat sich bei den Anwohner der Wiesenstraße auch neuer Ärger angemeldet. Hatte zunächst die Verlegung der Stoag-Haltestelle die verärgerten Osterfelder zu weiteren Wegen gezwungen, so sind es nun Autofahrer, die die kleine, schmale Wiesenstraße als Umleitungsstrecke nutzen.

Ein Anwohner klagt: „Das ist eine Spielstraße, und jetzt fahren hier viele Autos oft mit 50 Kilometern pro Stunde durch.“ Kinder würden gefährdet. „Außerdem ist meiner Ansicht nach diese Straße für eine solche Fahrzeug-Belastung gar nicht gemacht. Da drohen Schäden.“

Bei der Stadtverwaltung wisse man um dieses Problem, sagt Stadtsprecher Martin Berger. „Wir haben bisher etwa 30 Anrufe von Anwohnern der Wiesenstraße in dieser Sache gehabt“, sagt er. Nicht korrekt sei jedoch, dass die ausgeschilderte Umleitung durch die Wiesenstraße führe: „Bei den Autofahrern, die da durchfahren, handelt es sich vorwiegend um Bewohner der näheren Umgebung, Ortskundige also, die die Wiesenstraße als Abkürzung nutzen“, sagt Berger.

Schuld an dem Mehrverkehr auf der Wiesenstraße weist die Stadt damit von sich. Nichtsdestotrotz wolle man mit der Oberhausener Polizei Möglichkeiten prüfen, wie die Ausschilderung der Umleitung „noch konkreter zu machen“ sei, sagt der Stadtsprecher.

Die Arminstraße, an der unter anderem die Burg Vondern zu finden ist, ist derzeit ab der Breilstraße gesperrt, wenige Meter geht die Einfahrt zur Wiesenstraße ab. Die Umleitung ist ab der Osterfelder Straße ausgeschildert. Als Umgehungsstraße sind die Einbleckstraße, die Sühlstraße und die Ripshorster Straße vorgesehen.

In Vondern wird seit vielen Jahren immer wieder gebaut. Der erste Abschnitt der Arminstraße wurde im Herbst 2013 nach längerer Verzögerung hergerichtet, schließlich die Sühlstraße in Borbeck. Bis Ostern wurde die Brücke an der Breilstraße neu gebaut.