Anwohner in Oberhausen protestieren gegen Heizanlage

Diese Heizanlage und das dazugehörige Silo erhitzen die Gemüter am Romgesweg. Der Blick aus den Gärten sei beeinträchtigt, bemängeln die Anwohner.
Diese Heizanlage und das dazugehörige Silo erhitzen die Gemüter am Romgesweg. Der Blick aus den Gärten sei beeinträchtigt, bemängeln die Anwohner.
Foto: Ulla Emig FUNKE Foto Services
In Oberhausen-Alstaden entsteht ein Holzpellet-Kraftwerk für eine Neubausiedlung. Anwohner der benachbarten Straße befürchten dadurch einen Wertverlust ihrer Häuser.

Oberhausen.. Am Romgesweg in Alstaden entsteht eine Heizanlage auf Pelletbasis, die ab Herbst die 82 Neubauten auf dem ehemaligen RWO-Trainingsgelände mit Wärme versorgen soll. Die alteingesessenen Anwohner befürchten durch den Bau einen Wertverlust ihrer Immobilien und bemängeln zudem, im Vorfeld nicht ausreichend über die Baumaßnahmen informiert worden zu sein. Dies dementiert EVO-Sprecherin Birgit Konopatzki mit dem Verweis auf mehrere Informationsveranstaltungen.

Horst Kramer ist einer der 27 Anwohner, die einen Beschwerdebrief an die EVO unterschrieben haben. Er sagt: „Auch wenn sie was anderes behaupten, das Gebäude ist aus unseren Gärten sehr wohl zu sehen.“ Auch sei nie die Rede von einem acht Meter hohen Silo gewesen. Die Anwohner fühlen sich optisch gestört. Zudem fragt Kramer: „Welche Emissionen und Geräuschbelastung geht von der Anlage aus?“ Die EVO beruhigt: Sie würden alle Grenzwerte einhalten. Nicht genug für Kramer. „Was heißt das?“, fragt er.

Er und seine Nachbarn fühlen sich insgesamt nicht genug informiert. „Die Veranstaltungen sind nur für Bauinteressenten gewesen, nicht für uns.“ Konopatzki versichert hingegen: „Die richteten sich an alle.“ Ohnehin findet sie schade, dass ein „Projekt im Sinne der Energiewende“ so negativ aufgenommen wird.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE