Ansturm aufs Rentenamt

Das neue Rentenpaket sorgt für viele Nachfragen beim Oberhausener Versicherungsamt.
Das neue Rentenpaket sorgt für viele Nachfragen beim Oberhausener Versicherungsamt.
Foto: imago/IPON
Was wir bereits wissen
Die Bürger haben großen Beratungsbedarf. Bislang haben 135 Oberhausener die Rente mit 63 und 446 Bürgerinnen die Mütterrente beantragt.

Oberhausen.. Über Langeweile können sich die Mitarbeiter des städtischen Versicherungsamtes nicht beklagen, im Büro an der Schwartzstraße herrscht reger Verkehr. Und das geht schon seit einigen Monaten so, denn der Klärungsbedarf in Sachen Mütterrente und Rente mit 63 ist bei den Bürgern groß.

Tipp: Papiere mitbringen

„Gerade nach den Feiertagen hat der eine oder andere Bürger ‘mal was gehört’ und will sich nun ‘richtig‘ informieren“, sagt Stadtsprecher Uwe Spee. Der Beratungsbedarf ist so groß, dass die Mitarbeiter im Oktober dazu übergegangen sind, Termine zu vereinbaren. So lassen sich inzwischen unnötige Wartezeiten vermeiden. Wer allerdings von den offenen Sprechstunden Gebrauch machen möchte (siehe Infobox), muss Wartezeiten in Kauf nehmen. „Die Kollegen des Versicherungsamtes versuchen aber, lange Wartezeiten zu verhindern“, meint Spee.

Bei den Beratungen, die teils am Telefon, teils persönlich stattfinden, geht es meist um Fragen rund um das Renteneintrittsalter, um eine Hochrechnung der Rente und um die Absicherung im Todesfall für Angehörige. Wichtig: Wer eine Beratung in Anspruch nehmen möchte, sollte seine Papiere zum Termin mitbringen. Denn das Versicherungsamt hat keinen Zugriff auf die Daten des Rentenkontos.

Im April 2014 haben die Mitarbeiter die ersten Anträge bezüglich der Rente mit 63 Jahren (nach 45 Beitragsjahren) angenommen. Von April bis Dezember 2014 sind 135 Anträge von Oberhausenern gestellt worden. Bei der Mütterrente wurden seit April vergangenen Jahres 446 Anträge aufgenommen. Und auch 2015 werden noch einige Anträge erwartet.

Der erhöhte Beratungsbedarf und der zusätzliche Aufwand bei der Antragstellung bedeutet für die Mitarbeiter des Versicherungsamtes auch mehr Arbeit. Deshalb haben einige Mitarbeiterinnen bei der Stadtverwaltung die Lockerung der Gleitarbeitszeit-Regelung beantragt.