Am Höhenweg bleibt Grünfläche unbebaut

Nach über 16 Jahren will das Rathaus endlich einen Strich unter diese Sache ziehen: Die Grünfläche neben dem Schnellrestaurant „Hirschkampgrill“ am Höhenweg soll auch künftig nicht bebaut werden. Seit Ende 1998 steht ein für die Königshardter Bebauung notwendiger städtebaulicher Vertrag zwischen Eigentümer und Stadt aus. Am Montag soll der Rat der Stadt das ganze Vorhaben wieder kippen.

Von 1966 ist der Bebauungsplan, der die Grünfläche als landwirtschaftlich genutztes Areal ausweist. Der Eigentümer der Fläche plante allerdings 1998, am Straßenrand zu bauen – weil damit Grünes im Stadtgebiet entfiele, sollte der Eigentümer Ausgleich schaffen. Der Rat stimmte zwar zu und ließ den gültigen Bebauungsplan aufheben. Allerdings sollte der Eigentümer des Grundstücks zunächst einen Vertrag über diese Ausgleichsmaßnahme unterzeichnen. Bis heute ist das nicht geschehen – deshalb soll der Aufhebungsbeschluss von 1998 nun zurückgenommen werden.

Aus Sicht der Stadt Oberhausen gibt es in Königshardt genug Wohnungen. Der Sozialraum Sterkrade-Nord, zu dem auch die Grünfläche am Höhenweg gehört, habe den zweitgeringsten Neubaubedarf in Oberhausen. In der Studie „Wohnen in Oberhausen 2012“ heißt es, dass in Sterkrade-Nord schon jetzt genügend Neubaugebiete bestehen, nur in Sterkrade-Mitte sei die Ausgangslage noch besser. Gutachter sprechen sogar von einem Ungleichgewicht der Wohnbauentwicklung in Oberhausen – wird im Norden noch mehr gebaut, würden der Süden und Osten der Stadt an Einwohnern verlieren.

In der Bezirksvertretung Sterkrade winkten die Fraktionen das Vorhaben der Stadt durch, am 9. Februar entscheiden nun die Stadtverordneten in der öffentlichen Sitzung des Rates der Stadt.