Altenpflegeseminar zieht nach Oberhausen

Auszubildender Max Korsch (r.) stellte den Gästen den Praxisraum vor: v.l. Ralf Sick (Johanniter), Daniela Massoli (Leiterin des Fachseminars), Christine Kochinke (Akademie) und Sven Blatt (Akademie).
Auszubildender Max Korsch (r.) stellte den Gästen den Praxisraum vor: v.l. Ralf Sick (Johanniter), Daniela Massoli (Leiterin des Fachseminars), Christine Kochinke (Akademie) und Sven Blatt (Akademie).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Johanniter-Akademie qualifiziert Auszubildende in Theorie und Praxis. Enge Kooperation mit Pflegeeinrichtungen und Kliniken.

Oberhausen.. Vor fünf Jahren mit 19 Schülern in Bottrop gestartet, qualifiziert das Fachseminar für Altenpflege (FSA) der Johanniter-Akademie heute an Spitzentagen bis zu 150 Schüler – und das in Oberhausen. Denn im März zog Schulleiterin Daniela Massoli mit ihren haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitern von der Nachbarstadt in die Neue Mitte an den Musikweg 2. Gleich nebenan steht das Metronom-Theater, schräg gegenüber liegt das Centro.

Im Blockunterricht von jeweils sechs bis acht Wochen wird den künftigen Altenpflegern viel theoretisches, aber auch praktisches Wissen vermittelt. Dazu zählt beispielsweise: Pflegedokumentation, Diagnostik, rechtliche Aspekte, Krankheitsbilder. Außerdem werden sie darin geschult, wie sie mit alten und pflegebedürftigen Menschen kommunizieren.

Übungen für die Praxis

In einem speziell mit Pflegebetten und allerlei medizinischem Gerät ausgestatteten Raum üben die Auszubildenden unter fachkundiger Anleitung das Lagern von Patienten, das Legen eines Katheters, das Blutdruckmessen, das Anlegen einer Magensonde und vieles mehr. „Dafür stehen uns Simulatoren zur Verfügung“, erklärt Massoli. Simulatoren? „Das sind Puppen.“

In Bottrop war das FSA auf mehrere Standorte verteilt, hier in Oberhausen ist alles unter einem Dach: Sechs Seminarräume à 60 bis 65 Quadratmeter stehen für die fünf hauptamtlichen und 20 nebenamtlichen Lehrkräfte zur Verfügung. Zudem gibt es eine eigene Bibliothek, eine Verwaltung und einen Hausmeister. „Die nebenamtlichen Honorarkräfte sind wichtig, wenn es um Spezialthemen wie beispielsweise rechtliche Dinge geht“, sagt Sven Blatt, Leiter der Johanniter-Akademie Münster, zu deren Bildungsinstitut das FSA gehört.

Weitere Vorteile des neuen Standortes seien die Nähe zur Autobahn, zum Centro, die guten Parkmöglichkeiten, die Anbindung an Bus und Bahn.

Auch interne Fortbildungen

Zur offiziellen Eröffnung des FSA in der vergangenen Woche kamen neben Schülern und Lehrkräften auch Vertreter der Kooperationspartner: von Alteneinrichtungen aus Bottrop, Gladbeck, Gelsenkirchen, Duisburg, Dortmund und anderen Städten. Zudem schauten sich Mitarbeiter örtlicher und umliegender Krankenhäuser und ambulanter Pflegedienstleister um. „Wir planen zudem, Räume zur Verfügung zu stellen, die die Johanniter beispielsweise für Fortbildungen oder Erste-Hilfe-Kurse anbieten können“, sagt Blatt.

Und am neuen Standort sei man auch darauf vorbereitet, dass Gesundheits-, Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zu einer generalisierten Ausbildung mit spezialisierten Kenntnissen zusammengeführt werden, wie es die Bundesregierung beabsichtigt.

Zum 1. August sucht das Fachseminar Bewerber für die Altenpflegerhelfer-Ausbildung. Das FSA vermittelt dazu auch einen Ausbildungsbetrieb. Interessenten melden sich unter 0173/723 78 14.