Als Roy Black im Oberhausener Ruhrpark sang

Sportliches Kräftemessen: Über Stock und Stein fahren die Mountainbike-Asse des RSV Blau-Gelb Oberhausen durch die Anlage.
Sportliches Kräftemessen: Über Stock und Stein fahren die Mountainbike-Asse des RSV Blau-Gelb Oberhausen durch die Anlage.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Früher feierten Alstadener im 15 Hektar großen Ruhrpark in Oberhausen mit Schlagergrößen. Heute ist das Grün Anlaufpunkt für Ostereiersuche und Radsport.

Oberhausen.. Der Ruhrpark dient im Oberhausener Süden seit Generationen zur Naherholung: Auch Marianne Vier, ehemalige Vorsitzende des Alstadener Bürgerrings, erinnerte sich im Lesercafé gerne an die eigenen Festivitäten, die viele Jahre die Besucher in den Ruhrpark lockten.

Was früher im Grün los war und wie die Anlage noch heute genutzt wird: Wir beantworten häufige Fragen.

Wie groß ist der Ruhrpark und wie ist die Anlage strukturiert?

Der Ruhrpark liegt im Südwesten der Stadt und wird von der Solbad- und Kewerstraße sowie der Speldorfer Straße umschlossen. An den westlichen Grenzen verläuft die Ruhr. Der Ruhrpark ist 15 Hektar groß, davon sind aber nur ein Drittel bewaldet. Eineinhalb Hektar werden als Wasserfläche genutzt. Sechs Hektar Rasen verleihen dem Park ein sattes Grün.

War der Ruhrpark immer schon eine Parkanlage?

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Ruhrpark als Anbaufläche genutzt. Kartoffeln und Gemüse bauten Bürger auf dem Acker an, heißt es. Erst in den 1950er Jahren erfolgte die Rekultivierung. Heute wird der Park vom Oberhausener Gebäude-Management (OGM) unterhalten. Auch die Konzepte für den Kinderspielplatz stammen von der Stadttochter.

Wann wurde im Ruhrpark gefeiert und mit wem?

Zwischen den Jahren 1985 und 1996 fanden dort die „Ruhrfeste“ statt. Illustre Gäste der Zeit sangen im Festzelt. Der 1991 verstorbene Roy Black („Ein Schloss am Wörthersee“) absolvierte vor rund 25 Jahren in Alstaden einen seiner letzten Live-Auftritte. Auch Roland Kaiser („Santa Maria“) kam.

Wie wird der Ruhrpark noch heute genutzt?

Neben den Spaziergängen wird der Ruhrpark oft „durchstöbert“: Die SPD veranstaltet auf den Wiesen am Ostersonntag ihre Ostereiersuche. Die „runde Idee“ geht zurück aufs Jahr 1968. Daran beteiligt: die Stadtverordneten Friedhelm van den Mond und Wilfried Marbach. Auch der RSV Blau-Gelb Oberhausen nutzt heuer den Ruhrpark für Mountainbike-Wettbewerbe.