Alle gucken, keiner randaliert
14.06.2010 | 18:16 Uhr 2010-06-14T18:16:00+0200
Damit das Vorurteil bestätigt wird, dass Fußballfans zur Randale neigen: Ja, es gab ein paar Schubsereien und Schmähungen zwischen Anhängern von RW Oberhausen und RW Essen, doch vor den Eingängen zur Arena war am Sonntagabend kein Eingreifen von Polizei oder Ordnungskräften notwendig, und in der Arena war die Stimmung einfach nur in Ordnung.
„Extrem nettes Publikum“, attestierte Elke Schwellenbach aus der Arena-Geschäftsleitung den rund 10 000 Mitmenschen, die auf der 80 Quadratmeter großen Leinwand das 4:0 der deutschen Auswahl gegen die Australiens verfolgten und feierten. Und weil’s so schön war und die internen Erwartungen (die hatten sich auf sechs- bis siebentausend Zuschauer bezogen) deutlich überstiegen hatten, wird nachgelegt. „Am Freitag“, so Frau Schwellenbach, „wollen wir die Zehntausender-Marke knacken.“
Freitag, das ist der neue Fixpunkt fürs Public Viewing, am Freitag spielt Deutschland gegen Serbien. Dass das Match in Port Elizabeth bereits um 13.30 Uhr angepfiffen wird, scheint nicht zu stören. Laut Arena haben sich schon zahlreiche Cliquen und teilweise ganze Bürogemeinschaften und Belegschaften kleinerer Betriebe angesagt – wenn’s geht, noch eine Suite angemietet (was kaum noch drin ist).
Öffnen wird Oberhausens „Feiertempel“ am Freitag bereits um 11.30 Uhr, und von da an startet eine weitere Etappe auf dem Weg zur Amortisation der „nicht geringen Kosten“ (Schwellenbach). Laut Arena beginne der Verdienst am Gucken im Kollektiv erst, wenn Deutschland im Viertelfinale steht. Hohe Gebühren an die öffentlich-rechtlichen Bilderausstrahler, Personaleinsatz und technisches Equipment verlangten ihren Preis -- und alles bei freiem Eintritt.
Mit zu den Kostenfaktoren (aber nicht zu den Kostentreibern) zählt auch die Holtener Band „Ersatzbank“ mit ihrem WM-Song „2010 – Das Weltmeisterjahr“. Die Jungs werden jetzt immer bei Arena-Deutschland-Auftritten antreten: „Wir sind die einzige Arena in Deutschland mit eigener WM-Haus-Band“, strahlt Elke Schwellenbach.
Vor vier Jahren hatte die Polizei das Public Viewing zwischen Centro-Mall und Arena noch mit Argusaugen beobachtet, jetzt schaut man entspannter zu. „Keine besonderen Vorkommnisse“, hieß es am späten Sonntagabend aus der Einsatzleitstelle am Friedensplatz, und gestern bestätigte das Sprecherin Monika Friske. Der Autokorso führte auch nur einmal rund ums und durchs Centro und verlief ohne Zwischenfälle. Aufgepasst aber, mahnt Frau Friske: „Auch ein Korso muss an roter Ampel halten.“

09:14
Natürlich ist es ruhiger bei einem Bierpreis von 3,50Euro.
21:51
Gestern Abend gab es streiterei in
der höhe wanner ecke ritter str
ein autofahrer war total am spinnen
hat da rum geschrien und rum geknallt
frage mich nur was da genau passiert ist