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Ali Abdullah inszeniert in Oberhausen "Doppeltüren"

26.01.2012 | 18:04 Uhr
Ali Abdullah inszeniert in Oberhausen
Wiener Regisseur Ali M. Abdullah übernimmt im Theater Oberhausen Regie der Inszenierung "Doppeltüren", die eigentlich Herbert Fritisch übernehmen sollte. Foto: Theater Oberhausen

Oberhausen.Das Theater Oberhausen kann für die Inszenierung der Romanadaption „Doppeltüren“ den Wiener Regisseur Ali M. Abdullah gewinnen. Der 44-Jährige übernimmt damit den Regieposten von Herbert Fritsch. Dieser will sich eine Auszeit, etwas Ruhe gönnen und hat seine Beteiligung an der für April geplanten Produktion abgesagt.

„Wir wissen von dieser Entscheidung seit circa vier Wochen, sehen es aber nicht als schlimm, sondern können so Ali Abdullah eine neue Möglichkeit eröffnen“, sagt Theater-Sprecherin Inge Mathes.

Der künstlerische Leiter und Geschäftsführer des Wiener Theaters „Garage-X“ ist dem Oberhausener Ensemble und Publikum nicht unbekannt. Bereits im vergangen Juni gastierte er mit „Garage-X“ und seinen beiden Inszenierungen „My Life As A Terrorist“ und „Unfun“ im Theater Oberhausen.

Keine Enttäuschung über Fritsch-Absage

„Da waren wir schon sehr beeindruckt“, schwärmt Mathes, „wir sind sehr froh, dass er Gefallen an unserem Regieangebot und Zeit für die Inszenierung gefunden hat.“

Enttäuscht von der Absage Fritschs zeigt sie sich jedoch nicht. „Das Tolle am Theater ist ja, dass immer wieder alles offen ist, man nicht weiß, was kommt“, sagt sie. „Wenn ein Künstler eine Pause braucht, um zu gucken, wie es für ihn weitergehen kann, dann müssen wir sie ihm natürlich einräumen können“, erklärt sie.

Generell sei man auch weiterhin mit Fritsch im Gespräch. „Er will auf jeden Fall wieder kommen, das freut uns natürlich“, sagt Mathes, „Herbert Fritsch ist ein besonderer Regisseur, es gibt keinen, der so inszeniert wie er.“

In Oberhausen brachte der erfolgreiche Regisseur die Stücke „Tartuffe“, „Beute“, „Pferd frisst Hut!“, „Nora“ und „Emilia Galotti“ auf die Bühne.

Premiere im Großen Haus

Von Nachfolger Abdullah ist sich Mathes jedoch sicher: Er bringt seinen eigenen Stil mit. „Bei seinem ersten Stück haben wir gemerkt, dass er realistisches Theater macht, den Zuschauer wie in einem Sog fesselt ohne abstrakt zu sein“, sagt Mathes.

Da „Doppeltüren“ jedoch kein gesellschaftskritisches, sondern ein komödiantisches Stück nach einem Roman von Alan Ayckbourn ist, erwartet Inge Mathes, eine „genrenahe“ Inszenierung. Noch liege jedoch kein Konzept vor, man sei gespannt.

Abdullah, Sohn eines indischen Kaufmannes und einer österreichischen Geschäftsfrau, startet am 5. März mit den Proben zu „Doppeltüren“. Die Premiere findet am 27. April im Großen Haus statt.

Melanie Meyer

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