Ärger um wucherndes Grün an der Hirschkampstraße

Ein besonderes Augenmerk haben Anwohner auf den Wildwuchs an der Hirschkampstraße in Schmachtendorf. Erst kurz vor den Sommerferien wucherte an dem Bürgersteig nahe dem Naherholungsgebiet Hirschkamp das Wildkraut so sehr, dass die Schmachtendorfer CDU das Thema auf die Tagesordnung der letzten Sitzung der Sterkrader Bezirksvertretung setzen ließ.

Von umfangreichen Klagen aus der Bevölkerung über den schlechten Zustand der Gehwege an der Hirschkampstraße berichtet die Sterkrader CDU-Fraktion in ihrem Antrag. Sträucher ragten in die Gehwege. Just am Morgen des Sitzungstages sei der Gehweg von wuchernden Gräsern und Kräutern freigeschnitten worden, bemerkt Holger Ingendoh (CDU). Das sei ja zu begrüßen. „Aber es kann ja wohl nicht angehen, dass wir für jeden Bürgersteig, der hergerichtet werden muss, einen Antrag schreiben.“

Laut Stadttochter OGM wird die Randbepflanzung zur Fahrbahn an der Hirschkampstraße zehnmal im Jahr gemäht, die übrigen Flächen nur halb so oft. Sträucher würden einmal im Jahr gepflegt. Zweimal im Jahr werde jener Kirschlorbeer geschnitten, den Bürger offenbar vor einigen Jahren an dieser Stelle angepflanzt hatten – je nach Erfordernis besonders intensiv im Winter oder oberflächlicher im Sommer.

Problematischer als die Gräser sind laut OGM aber offenbar Bäume, die aus den Anwohnergärten in den Gehweg der Hirschkampstraße ragen. Zwischen ihrem Blätterdach und dem Gehweg müssten eigentlich zweieinhalb Meter Abstand liegen.

Woher die Beschwerden der Bürger, die die CDU in ihrem Antrag für die Bezirksvertretung benannt hat, kommen, das kann die Stadt nicht nachvollziehen. Am Beschwerdetelefon bei der Stadttochter OGM haben sich in diesem Jahr noch keine Bürger wegen der Hirschkamp­straße gemeldet. Im vergangenen Jahr habe es nur eine Beschwerde über verkrustete Wege gegeben.