Ärger über Böller in Barmingholten

Durch laute Kanonenschläge wurde Ralf Mayer in der Nacht zum Sonntag aus dem Schlaf gerissen. „Die Fenster haben sogar gewackelt“, sagt der Anwohner der Straße Am Landgraben. Bereits an den vorherigen Wochenende seien im Stadtteil Barmingholten immer wieder explodierende Böller zu hören gewesen, zuletzt an der Ecke Graßhofstraße/ An der Schlenke.

„Meist am Wochenende und mitten in der Nacht. In diesem Fall war es etwa ein Uhr in der Früh.“ Mayer beobachtete eine Gruppe Jugendliche, die er als vermeintliche Unruhestifter ausmachte. „Ich bin selbst bereits in einem gehobeneren Alter und in der Nachbarschaft leben auch viele ältere Leute.“ Die NRZ hakte bei der Polizei nach, wie sich Anwohner bei so einer Ruhestörung verhalten sollten.

„In solchen Fällen kann selbstverständlich die Polizei gerufen werden“, so Polizeisprecher Tom Litges. Für den konkreten Fall liege allerdings keine Beschwerde vor.

„Wenn solche Feuerwerkskörper nachts gezündet werden, dann handelt es sich nicht nur um Ruhestörung, sondern auch um eine Ordnungswidrigkeit“, erklärt Litges, der besonders vor illegal importierten Krachern warnt: „Die sind wirklich extrem gefährlich und sollten auf keinen Fall gezündet werden.“

Wichtig bei der Alarmierung der Polizei seien möglichst genaue Hinweise. „Für uns ist es schwierig, die Fälle aufzuklären, wenn wir nur wissen, dass die Feuerwerkskörper nachts gezündet wurden.“ Beschreibungen der Täter, dass es sich beispielsweise um einen Mann und eine Frau oder eine Gruppe Jugendlicher handelt, seien bei der Aufklärung sehr hilfreich.